Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Expressangebot nach Juist Wassertaxis werden um Schnellschiff ergänzt

So soll es aussehen: das neue Expressschiff für den Inseltransfer nach Juist.

So soll es aussehen: das neue Expressschiff für den Inseltransfer nach Juist.

Visualisierung Frisia

Norddeich/Emden - Besonders schnell von Norddeich zur Insel Juist übersetzen können Urlauber, Insulaner, Handwerker und Co. schon jetzt mit den sogenannten Wassertaxis. Inzwischen ist die Nachfrage nach den Schnellverbindungen – statt eineinhalb Stunden kann die Strecke in knapp 45 Minuten zurückgelegt werden – zur Insel allerdings so groß, dass die kleinen Boote mit Kapazitäten für sechs bis elf Passagiere nicht mehr ausreichen. Deshalb investiert die Norderneyer Reederei Cassen-Tours, eine Tochter der Reederei Norden-Frisia, nun in ein neues Expressschiffes für bis zu 54 Passagiere, das im September den Betrieb aufnehmen soll.

Steigende Nachfrage

„Wir können damit zeitnah auf die steigende Nachfrage nach schnellen Transfers im Schiffsverkehr mit Juist reagieren“, sagte Cassen-Tours-Geschäftsführer Rolf Harms. Immerhin hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr mehrere Zehntausend Passagiere allein mit den Expressbooten auf die Insel transportiert.

Bau über Emder Unternehmen

Für den Bau des Schnellschiffes zeichnet indes das Emder Unternehmen Ems Maritime Offshore (EMO) verantwortlich, mit der die Norderneyer einen langjährigen Chartervertrag geschlossen haben, wie Sprecher Fred Meyer mitteilte. Für die EMO ist es nicht der erste Auftrag dieser Art: Sie hatte bereits im vergangenen Jahr den Bau eines Schnellschiffes nach Spiekeroog – dieses soll im Juli geliefert werden – bei der Penguin Werft in Indonesien in Auftrag gegeben. Nun kommt ein weiterer Vertragspartner „für unseren, speziell für das Wattenmeer konzipierten Schiffstyp“ hinzu, wie EMO-Geschäftsführer Marcel Diekmann sagte.

Tideunabhängig und dennoch groß

Anders als die nur acht Meter langen Wassertaxis wird der neue Inselexpress nach der EU-Fahrgastschiffsrichtlinie gebaut und erfüllt damit alle maßgeblichen Sicherheitsstandards, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem wird das neue Schnellschiff mit Antriebsanlage aus Wasserjets und innenliegenden Hauptmaschinen ausgestattet, die geeignet sind mit Gas-to-Liquid (GTL)-Treibstoff betrieben zu werden. Durch seine Bauweise kann das Schiff mehr Passagiere als die Wassertaxis aufnehmen, aufgrund des geringen Tiefgangs aber auch weiterhin tideunabhängig zwischen Norddeich und Juist hin und herpendeln.

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wills Woche
Is’ was?

ISLAM IN DEUTSCHLAND Keine Religion steht über der Kritik

Alexander Will
Jüdische Studierende an der Uni Oldenburg blicken mit Sorge auf die Vorfälle der vergangenen Wochen. Unsere Redaktion hat mit zwei Studentinnen darüber gesprochen, wie sie ihren Alltag erleben. (Symbolbild)

ANTISEMITISCHE VORFÄLLE IN OLDENBURG Zwischen Paranoia und Mut – So erleben jüdische Studierende die Stimmung auf dem Campus

Josepha Zastrow
Oldenburg
Berliner Notizen
Keine Parade für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

KURIOSES UND UNGEWÖHNLICHES IM POLITIKBETRIEB Eine Trompete, ein Jogger und (k)eine Militärparade

Hagen Strauß Büro Berlin
Im Barockgarten des Oldenburger Klinikums soll eine Gedenkstätte für die Opfer des Patientenmörders Niels Högel entstehen.

PATIENTENMORDE IN OLDENBURG UND DELMENHORST Klinikum plant Gedenkstätte für Högel-Opfer

Anja Biewald
Oldenburg
Das Kampfsportstudio „Chang Tong Gym“ in Prinzhöfte wurde offenbar Ziel eines Brandanschlags. Die „Antifa“ bekannte sich dazu. Das nebenstehende Haus ist derzeit unbewohnt, weil es renoviert wird.

KAMPFSPORTSTUDIO ANGEZÜNDET Nach „Antifa“-Brandanschlag in Prinzhöfte spricht der angebliche „Nazi-Trainer“

Arne Erik Jürgens
Prinzhöfte