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Schottergärten in Norden Grau, vor dem es dem Nabu graut

Ann-Kathrin Stapf
Schottergärten sind auch in Norden Trend.

Schottergärten sind auch in Norden Trend.

Arne Haschen

Norden - Bleigraue Steinwüsten, höchstens mit etwas Grün aufgelockert: Auch im Norden ist der Trend zum Schottergarten an vielen Ecken und Enden deutlich zu sehen. Den Mitgliedern des Nabu (Naturschutzbund) sind die Kiesflächen ein Dorn im Auge. Doch sie kritisieren nicht nur, sie bieten auch Beratung an und geben praktische Tipps, wie eine Alternative aussehen könnte. Dabei räumen sie zeitglich mit einem Mythos auf.

An Schottergärten scheiden sich die Geister und bei manchen kochen die Emotionen hoch. Nicht nur können sich Tiere in solchen Gärten kein Futter suchen oder sich einnisten, auch knallt die Sonneneinstrahlung auf die Steine, die die Wärme dann bei kühleren Temperaturen wieder abgeben – das trägt nicht zu einem guten Klima am Haus bei. Zudem ist der Garten in grau keineswegs pflegeleicht, wie viele Leute glauben, erklärt Kersten Ebel vom Norder Nabu. Die Anlage ist aufwendig und die Pflege ebenfalls. Sein Tipp: Lieber einen Gehweg mit Platten anlegen und einen Rasen ansäen. Gartenroboter seien überall leicht und relativ günstig zu bekommen – der Besitzer hat dadurch praktisch keinen Pflegeaufwand mehr.

Mulch statt Kies spart sogar Arbeit

Wer die aufgeräumte Optik des Kiesgartens schätzt, kann diese alternativ auch mit anderen Mitteln erzeugen: Rindenmulch statt Kies. Ebel erklärt, dass der Mulch ein natürlicher Komposter ist. Außerdem hat es Unkraut sehr schwer, sich darin breit zu machen. Der Pflegeaufwand sei minimal: „Da kippen Sie einmal im Frühjahr etwas Mulch oben drauf und haben den Rest des Jahres Ruhe.“ Noch ein paar Stauden hinein, an deren Blüten sich die Insekten laben, und die Fläche sei deutlich aufgewertet. Gleichzeitig sei der Mulch auch ein Lebensraum für kleinere Tiere, in dem sie auch gut überwintern können.

Das Kiesgärten in der Stadt ein zunehmendes Problem ist, beobachtet der Nabu seit einiger Zeit: „Wenn man durch manche Straßen geht, das sind Wüsten“, kritisiert Ebel. Geplant sei deshalb künftig auch eine Norder Website mit den hiesigen „Gärten des Grauens“.

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