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Sommerfest in Norden Viele sonnige Momente trotz Regenschauer

Werner Jürgens
Die akrobatischen Vorführungen waren spannend und unterhaltsam.

Die akrobatischen Vorführungen waren spannend und unterhaltsam.

Werner Jürgens

Norden - Es ist und bleibt „ihr“ Sommerfest. Deswegen haben sich die Norderinnen und Norder trotz teils heftiger Regengüsse an diesem Wochenende die Laune nicht vermiesen lassen. Zum Glück meinte es das Wetter nicht nur schlecht und bescherte den Gästen im Verlaufe des Samstags und Sonntags auch genügend sonnige Momente.

Start war am Freitagabend

Nach dem Start am Freitagabend mit dem Gartenkonzert an der Kreisvolkshochschule fiel am Samstagmorgen der Startschuss für das große Straßenkunstfestival. Erstmals war in der Fußgängerzone im Neuen Weg eine Kunstmeile aufgebaut, wo rund 20 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentieren durften. Die Bandbreite reichte von „klassischen“ Gemälden und Zeichnungen über Holzschnitzereien bis hin zum Graffiti-Verein Ostfriesland, dessen Mitglieder vor den Augen der Besucherinnen und Besucher zu den Sprühflaschen griffen, um ihr Werk quasi live auf eine riesige Wand zu bannen.

Viel Live-Musik

Live-Musik gab es ebenfalls reichlich. Neben den Bands, die am Freitag- und Samstagabend für Stimmung sorgten, kamen auch tagsüber die verschiedensten Musikgeschmäcker auf ihre Kosten. Während der Norder Männerchor am „Norder Kompass“ eher traditionelles Liedgut darbot, setzte anschließend das Duo Thielko und Küllege auf „handgemachte“ Interpretationen bewährter Rock- und Pop-Nummern. Auf der Bühne am Torfmarkt präsentierten sich regionale Nachwuchstalente aus der Tanzwerkstatt der Kunstschule und vom Schulchor des Ulrichsgymnasiums, die für ihre gelungenen Darbietungen verdienten Applaus bekamen.

Akrobaten begeisterten das Publikum

Gleichermaßen spannende wie spaßige Unterhaltung boten zudem die diversen Akrobatinnen und Akrobaten, die am Samstag und Sonntag ihr Können zeigten. Da war zum Beispiel die „Lady Red“ Gina Sibila, die nicht nur wegen ihres roten Outfits, sondern auch und vor allem mit ihren schwindelerregenden Drehungen im „Cry Wheel“ zu begeistern wusste. Manche dieser und ähnlicher Zirkuseinlagen gingen wiederum am Torfmarkt über die Bühne. Ein zweiter solcher „Hot Spot“ befand sich im südlichen Bereich des Neuen Wegs vor der Sparkasse. Dort trat unter anderem am späten Samstagnachmittag die „Per Se Company“ auf. Dahinter verbargen sich zwar letztlich lediglich zwei Leute, die aber nichtsdestotrotz mit ihren waghalsigen Jonglage- und Balance-Akten das Publikum in Staunen versetzten und dieses auch in ihre kurzweilige Show miteinbezogen.

Mitmachen war erwünscht

Ohnehin war nicht nur an dieser Stelle Mitmachen ausdrücklich erwünscht. Insbesondere die jüngsten Gäste wurden von vielen Künstlerinnen und Künstlern ganz bewusst ins Rampenlicht geholt. Buchstäblich ein echter Hingucker in diesem Zusammenhang war Elias von „Bubbles for Fun“, der eine zehnköpfige Kinderschar mit einer riesigen Seifenblase „ummantelte“. Und damit längst nicht genug. Am Rande des Geschehens sah man zwischendurch immer wieder interessante kleinere Aktionen wie zum Beispiel eine Luftballonmodelliererin oder eine Dosenwurf-Station. Dank der Cafés und Restaurants, die im Außenbereich Stühle und Tische aufgestellt hatten, sowie zusätzlichen Getränke- und Imbissständen kam am Ende auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. „Endlich mal wieder etwas los in der Norder Innenstadt“, lautete ein markanter Satz, der wiederholt von etlichen Einheimischen zu hören war. Für Touristen wie Herbert Menke, der mit seiner Familie derzeit seinen Urlaub auf einem Campingplatz verbringt, war das Sommerfest ebenfalls Anlass genug für eine Stippvisite in Norden. „Ich hätte mir nur gewünscht, dass auch am Samstag ein paar mehr Geschäfte geöffnet gewesen wären“, meinte Menke. Dafür gab es dann ja aber immerhin noch den verkaufsoffenen Sonntag.

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