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Stadt Norden schweigt Veranstaltungshalle? Kino? Das Pflüger-Gelände und das große Fragezeichen

Das ehemalige Pflüger-Möbelhaus in Norden und ein rund 6,3 Hektar großes Areal, das direkt angrenzt, hat die Stadt vergangenes Jahr gekauft. Die Kaufsumme ist ein Geheimnis.

Das ehemalige Pflüger-Möbelhaus in Norden und ein rund 6,3 Hektar großes Areal, das direkt angrenzt, hat die Stadt vergangenes Jahr gekauft. Die Kaufsumme ist ein Geheimnis.

Aike Sebastian Ruhr

Norden - Vollmundig hat der Norder Bürgermeister Florian Eiben (SPD) den Kauf des ehemaligen Pflüger-Möbelhauses durch die Stadt Norden im Sommer 2022 als große Chance für Norden betitelt. Von einer neuen Veranstaltungshalle, einem Kino-Saal, Indoor-Freizeitmöglichkeiten für Familien, Kinder und Jugendliche war die Rede. All das sollte auf dem rund 6,3 Hektar großen Gelände, das die Stadt neben der ehemaligen Verkaufshalle erworben hat, entstehen. Deutlich schweigsamer zeigen sich Politik und Bürgermeister bis heute allerdings über den Kaufpreis – dieser bleibt geheim. Einen Grund dafür nannte die Pressestelle der Stadt Norden bis heute nicht. So bleibt unklar, um wie viel Geld die ohnehin klamme Stadtkasse erleichtert wurde. Dabei spielen Finanzen gerade in der momentanen Zeit eine gewichtige Rolle. Denn historisch spät wurde der Haushalt für 2023 verabschiedet, und die Prognosen sehen alles andere als rosig aus. In der Haushaltsberatungssitzung sagte beispielsweise SPD-Ratsherr Theo Wimberg: „Uns wird in den nächsten Jahren ein jährliches Defizit von sieben bis acht Millionen Euro vorhergesagt – die Stadtkasse wird leer sein und der Schuldenstand erhöht sich.“

Planungen nicht abgeschlossen – Baustart im nächsten Jahr?

Nun denn – trotz mehrmaliger Nachfrage gibt die Stadt keine Informationen über den Kaufpreis für das Pflüger-Areal heraus. Aber auch in Bezug auf das große Vorhaben, den großen Wurf, den Eiben bei der Bekanntgabe des Erwerbs des Geländes angekündigt hatte, hält sich die Stadt auffällig bedeckt. Dabei sollte eigentlich schon 2024 die bauliche Umsetzung erfolgen, hatte Eiben im Sommer vergangenen Jahres versprochen. Das Areal solle künftig als Veranstaltungshalle für Abschlussfeiern, Auftritte des Stadtorchesters, Veranstaltungen von Vereinen, Ausstellungen und anderen kulturellen Veranstaltungen dienen, hatte der Bürgermeister prognostiziert. Doch bis heute gibt die Stadt keine konkreten Auskünfte über den Planungsstand heraus. Die Pressestelle schreibt lediglich: „Wir verstehen jedoch das öffentliche Interesse am Fortgang auf dem Pflüger-Gelände, jedoch sind wir aktuell noch mit der Planung beschäftigt. Sobald hier Konkretes steht, wird die Pressestelle es veröffentlichen.“

Enger Zeitplan

Ob eine bauliche Umsetzung dann in 2024 erfolgt, obwohl offensichtlich noch keine konkreten Beschlüsse in puncto Planung gefasst wurden, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich ist das allerdings nicht, denn ein langwieriger bürokratischer Prozess wartet vor jeder eigentlichen Umsetzung. Es bleibt abzuwarten und wird spannend zu sehen sein, was am Ende wirklich entsteht.

Filmkulisse eingezogen – und etabliert

Fakten geschaffen hat bislang nur ein anderes Unternehmen: Schiwago Film. Das Unternehmen verfilmt die Ostfriesen-Krimis aus der Feder von Klaus-Peter Wolf. Bis dato wurden auch Dauer-Kulissen, wie das Polizeirevier, an verschiedenen Standorten erstellt, was viel Personal, aber auch Geld und Zeit in Anspruch genommen hat. Zuletzt war das Revier, das in den Filmen immer wieder eine Rolle spielt, in der ehemaligen Blücher-Kaserne in Aurich untergebracht. Weil dort künftig Geflüchtete leben sollen, ist das nicht mehr möglich und das Filmteam hat sich häuslich in einem Teil der ehemaligen Möbelhalle eingerichtet.

Aike Sebastian Ruhr
Aike Sebastian Ruhr Ostfriesland-Redaktion/Norden
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