Marienhafe - Die russische Kartenlegerin, so heißt das nächste Stück, das in der Theaterwerkstatt „Rosenstraat 13“ am Grünen Weg in Marienhafe aufgeführt wird. Bereits im Dezember letzten Jahres fanden die ersten Proben statt, denn eigentlich sollte im März aufgeführt werden. Doch die Corona-Pandemie machte den Plan zunichte.
Eine alltägliche Begegnung wird zur Gefahr
In dem Stück selbst geht es um die Diplompsychologin Tanja Werner, die erkannt hat, dass mit esoterischen Beratungen doch mehr Geld zu verdienen ist als mit Ihrem angestammten Beruf. So taucht in ihrer Praxis die russische Kartenlegerin Anastasia Petrowna auf, die natürlich niemand anderes als Tanja selbst ist. Unterstützung bekommt Tanja/Anastasia durch die Haushälterin „Frau Ebert“, die immer wieder gern mit Rat und Tat zur Seite steht, obwohl sie zwischen Zweifel und ehrlicher Bewunderung für Anastasia Vorhersagen schwankt. Aber die Vorhersagen von Anastasia treffen doch immer wieder zu. Die tägliche Routine wird jäh gestört durch die neue Kundin Ingrid Sternbach. Auf den ersten Blick eine ganz alltägliche Beratung mit Hilfe der Tarotkarten. Doch dann geschehen seltsame Dinge und die Situation wird gefährlich für die russische Kartenlegerin. Regie führen Anika Camp und Peter Herborg. Camp gibt nach diversen Auftritten (z. B. „Du“ und „Amanita“) diesen Mal auf der anderen Seite der Bühne ihr Debüt als Regieassistentin. Premiere feiert das Stück am 14. Mai um 20 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 15. Mai um 18 Uhr, 21. Mai um 20 Uhr, 22., 28. und 29. Mai Mai jeweils um 18 Uhr geplant.
Drei Stücke in einem Jahr
Auf der Agenda für dieses Jahr steht aber noch viel mehr. Denn die Theaterwerkstatt feiert ihr zehnjähriges Bestehen und hat sich dafür einiges überlegt. Neben der russischen Kartenlegerin ist ein Open-Air-Stück auf der Freilichtbühne geplant unter dem Titel: „Allens Engel“ und im Herbst soll ein Monolog aufgeführt werden mit dem namen: „Sibirien“.
Rückblickend stellte die Corona-Pandemie die Theaterwerkstatt und ihre Mitglieder auf die härteste Probe seit Bestehen. Allerdings, so resümiert Camp: „Wir haben Corona gut überstanden und viel Unterstützung bekommen. Die Mitglieder sind alle sehr bemüht, dass der Verein am Leben bleibt. Wir haben eine Menge Sponsoren, die uns unterstützt haben, aber auch aus den eigenen Reihen wurde der Verein finanziell unterstützt. Man merkt also, dass den Mitglieder die Theaterwerkstatt Rosenstraat 13 sehr am Herzen liegt.“
