Hage - Im Fall des Tötungsdeliktes in Hage, bei der eine 65-Jährige tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde, ist die Polizei am Mittwochabend mit Spürhunden in der Gegend unterwegs gewesen. Warum und wieso, dazu machte die Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion keine Angaben. Sie bestätigte lediglich, dass der Einsatz der Spürhunde mit dem Tötungsdelikt in Zusammenhang steht. Nach von der Polizei nicht bestätigten NWZ-Informationen soll sich der Einsatz nicht nur im Gebiet Harringastraße, wo sich auch der Tatort befindet, abgespielt haben, sondern auch im Bereich Kastanienallee in Hage. Unweit davon befindet sich auch das Zeppelin-Bowlingcenter.
Am Mittwochabend bot sich ein durchaus ungewöhnliches Bild: Mehrere Polizeibeamte liefen in Formation hinter einem Hundeführer mit Hund her – entgegenkommende Passanten und Spaziergänger mit Hund wurden aufgefordert, die andere Straßenseite zu benutzen. Der Formation folgte ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht und der Leuchtschrift „Bitte nicht überholen“ und auf Englisch: „Do not pass“. Diese Maßnahmen wurden ergriffen, damit der Suchhund nicht durch neue Gerüche irritiert und womöglich von seinem eigentlichen Geruch abgelenkt wird.
Waffen, Datenträger, Personen und Drogen
Spürhunde verfügen im Allgemeinen über besondere Fähigkeiten, die Bandbreite reicht vom Erschnüffeln von Drogen, Waffen und sogar Datenträgern bis zum Erschnüffeln von menschlichen Geruchsspuren. In einigen Fällen können Hunde bis zu vier Wochen nach einem Geschehen nachvollziehen, wo ein mutmaßlicher Täter entlanggegangen ist. Ob der Einsatz in diesem Fall auch mit dem Erstellen eines Bewegungsprofils in Zusammenhang steht, ist aber bis dato reine Spekulation. Es könnte auch zig andere Gründe gehabt haben – die Polizei äußert sich mit dem Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Und auch am Donnerstagmorgen gab die Polizei keinen neuen Sachstand preis – sie verwies weiter auf die laufenden Ermittlungen.
