Norden - Nun ist es offiziell: Kurdirektor Stefan Krieger wird sein Amt zum 30. Juni verlassen, nachdem das von ihm erarbeitete Tourismuskonzept sich nicht habe durchsetzen können. Das teilte Inga Graber, Pressesprecherin des Tourismus-Service Norden Norddeich, am Dienstagnachmittag in einer Erklärung mit. Damit reagierten die Wirtschaftsbetriebe Norden (WBN) auf mehrere Nachfragen dieser Redaktion.
Krieger ist weiter im Amt
Der Kurdirektor sei weiterhin im Amt, heißt es in der Presseerklärung. Stefan Krieger war im Januar 2022 zunächst als Marketingchef eingestellt worden und zum 1. Oktober als Nachfolger von Armin Korok zum Kurdirektor aufgestiegen. Der 51-Jährige habe Norden-Norddeich in den letzten eineinhalb Jahren „mit viel Engagement und touristischem Sachverstand in den Themen der Destinationsbetreuung und Entwicklung vorangetrieben“. Dabei sei es ihm immer wichtig gewesen, an der Attraktivierung der Nebensaison zu arbeiten.
Es sei zudem unzutreffend, dass es zwischen dem Kurdirektor Krieger und Nordens Bürgermeister Florian Eiben (SPD) bereits länger Unstimmigkeiten gegeben habe, teilte die Kurverwaltung mit. Damit reagierten die WBN auf die Informationen dieser Redaktion, dass es zwischen beiden Seiten jüngst gekriselt haben soll. Lediglich bei der zukünftigen Positionierung zum Thema Gesundheitstourismus in Norden-Norddeich habe es zwischen den Gremien und Stefan Krieger „unterschiedliche Auffassungen“ gegeben. „Herr Krieger hat ein gutes Konzept erarbeitet und wollte dieses Konzept umsetzen“, schreibt Graber in der Mitteilung der Wirtschaftsbetriebe. Am Ende fand die gewünschte Umsetzung jedoch nicht die notwendige Zustimmung.
Gemeinsame Zukunft „Nicht sinnvoll“
Zwischen dem Kurdirektor und den beiden Geschäftsführern der Wirtschaftsbetriebe, Thorsten Schlamann und Wolfgang Völz, folgten Gespräche, ob der Kurdirektor trotz der Ablehnung seines Konzeptes weiterhin das Amt des Kurdirektors ausführen möchte. Am Ende gab es jedoch Einigkeit, so heißt es auf Anfrage, dass eine Fortführung der Tätigkeit nicht sinnvoll sei und sich Stefan Krieger einer neuen Herausforderung widmen möchte. Aus diesem Grunde sei gemeinsam entschieden worden, ab dem 1. Juli getrennte Wege zu gehen.
