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Grundschulen weichen im Vergleich ab Unterrichtsversorgung im Landkreis Aurich überwiegend besser als im Land

Schüler im Unterricht einer Grundschule. Im Landkreis liegt die Unterrichtsversorgung für diese Schulform unter dem Landesdurchschnitt.

Schüler im Unterricht einer Grundschule. Im Landkreis liegt die Unterrichtsversorgung für diese Schulform unter dem Landesdurchschnitt.

dpa/Peter Steffen

Landkreis Aurich - Die Unterrichtsversorgung fällt an Schulen im Landkreis Aurich insgesamt etwas besser aus als im Landesdurchschnitt. Das geht aus den jüngsten Statistiken des Kultusministerium hervor, nach deren Angaben der Wert im Landkreis für fast alle Schulformen höher ausfällt. Nur die Grundschulen und Förderschulen weichen ab.

Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg hatte bei der Vorstellung der aktuellen Statistik den gegenüber dem Vorjahr gefallenen Gesamtwert von 96,3 Prozent kommentiert: „Damit klafft eine noch größere Lücke zwischen den Lehrkräfte-Soll-Stunden und den Lehrkräfte-Ist-Stunden. Die Zahlen bestätigen einmal mehr den großen Handlungsbedarf.“

Schulen im Landkreis überwiegend besser ausgestattet

Die Versorgung sieht im Landkreis Aurich bei allen Schulformen besser aus. Meldet das Land für Hauptschulen etwa eine Versorgung von 91,8 Prozent, sind es im Kreis 103,7 Prozent – was zugleich dem Spitzenwert der Schulen entspricht. Aber auch die Realschulen liegen mit 98,0 Prozent über dem Landesdurchschnitt (94,7 %). Ebenfalls rechnerisch besser schneiden die Gymnasien ab, die auf 101,7 Prozent kommen, gegenüber 98,2 im Land. Nicht anders bei den Gesamtschulen, die mit 97,1 Prozent über dem Wert des Landes liegen (95,0).

Etwas schlechter hingegen sieht es bei Förderschulen aus, deren 90,3 Prozent unter dem Landesdurchschnitt von 91,3 Prozent liegen.

Ebenfalls unter dem Wert des Landes (98,8) liegen auch die Grundschulen mit 97,5 Prozent. Das liegt vielleicht auch daran, kursiert als Ursache in Lehrerkreisen, dass es im Landkreis ein Dutzend Grundschulen gibt, die weniger als 100 Schülerinnen und Schüler haben, was entsprechend kleinere Klassen mit sich bringt und einen größeren Lehrerbedarf.

Zu viele ganz kleine Grundschulen im Landkreis?

Grundschulen mit weniger als 100 Schulen sind laut Kultusministerium Middels, Tannenhausen, Wiesens, Mittegroßefehn, Gulfhof Loquard, tom-Brook in Georgsheil, Leezdorf, Norddeich, An der Leybucht, Wirdum, Pfälzersch. Plaggenb. in Aurich und Ubbo Emmius in Greetsiel. In Greetsiel zum Beispiel wurden im Sommer ganze 16 Kinder eingeschult.

Der immer wieder aufploppenden Diskussion um mehr Effizienz durch die Schließung der ganz kleinen Schulen, die von den Kommunen getragen werden, aber deren Kollegium das Land bezahlen muss, begegnet Bianca Trogisch als Pressesprecherin des Ministeriums mit einer Feststellung: „Das Land schließt keine Schulen. Die Schulträgerschaft gehört zum Bereich des eigenen Wirkungskreises der Kommunen, der nur durch die Kommunalaufsichtsbehörden rechtlich überprüft und ggf. beanstandet werden kann.“

Grundschulen im Dorf als ein Standortfaktor

Das Land sei allenfalls über die regionalen Vertretungen beratend tätig. Für den Erhalt kleiner Schulen sprächen „in vielen Fällen vor allem der kurze Weg für die Schülerinnen und Schüler“, erklärt sie und führt aus: „Grundschulen im Dorf sind aber auch ein wichtiger Standortfaktor. Ein Nachteil kleiner Schulen sind die kleinen Lehrerkollegien, die unter anderem den Umgang mit Vertretungsfällen und einen fachlichen Austausch untereinander erschweren.“

Axel Pries
Axel Pries Ostfriesland-Redaktion/Leer
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