Norderney - Die Planungsphase ist beendet, nun geht es los: Die Südmole auf Norderney wird saniert und umgebaut. Diese befindet sich direkt am Fähranleger 1, über den der überwiegende Teil des Fährverkehrs zwischen Norddeich und der Insel abgewickelt wird, wie Niedersachsen Ports (NPorts) in einem Schreiben mitteilt. Im Zuge der Instandsetzung der Südmole des Fähranlegers 1 soll das Fährbett für „zukünftige Entwicklungen“ angepasst werden. Neben dem Umbau der Mole wird zusätzlich eine Verbreiterung des Fährbetts um etwa drei Meter auf 18 Meter vorgenommen.
Aus Sicherheitsgründen nicht mehr zugänglich
Schon länger war die Mole, die auch ein beliebter Aussichtspunkt für Einheimische und Gäste ist, aus Sicherheitsgründen nicht mehr zugänglich, heißt es in dem Schreiben weiter. Nach Fertigstellung der neuen Molenanlage, die in erster Linie dem Schutz der Fähren vor den starken Strömungen im Riffgat, sowie vor Wind und Wellen dient, wird sie wieder für Fußgänger zugänglich sein. Inzwischen liegen laut Mitteilung alle Genehmigungen vor und der Bauhauptauftrag ist vergeben.
Ab kommender Woche werden die Firmen Kurt Fredrich Spezialtiefbau GmbH und J.u.H. van der Linde aus Emden, die die Baustelle als Arbeitsgemeinschaft (ARGE) abwickeln werden, zunächst die Baustelle einrichten und im Anschluss mit den Rückbauarbeiten beginnen. Ab Mai wird parallel zu den Rückbauarbeiten der ARGE auch eine Kampfmitteluntersuchung stattfinden. Hierzu wird der Wattboden überall dort untersucht, wo Spundwände oder Pfähle geplant sind.
Fahrkartenkontrolle in Norddeich statt auf Norderney
Um Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten, wird die Fahrkartenkontrolle für die Bauzeit von Norderney nach Norddeich verlegt. Dafür wird die Mole in Norddeich als reiner Terminalbetrieb fungieren, ein Umrunden der Molenspitze ist für die Dauer der Arbeiten nicht mehr möglich. Und da der Fähranleger besonders in der Urlaubssaison durch die Fähren stark frequentiert ist, wird der Fährverkehr für die Bauzeit über den Fähranleger 2 abgewickelt. Der Fertigstellungstermin und die Inbetriebnahme der neuen Mole sind für den Sommer 2023 geplant. Und es gibt ein Problem: Trotz gründlicher Vorbereitung werden sich Verzögerungen insbesondere an verkehrsreichen Reisetagen nicht gänzlich vermeiden lassen. Hierfür bitten NPorts und Reederei Norden-Frisia bereits im Vorfeld um Verständnis.
