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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Extremsportler Aus Nordenham: 24 Stunden Schmerzen, Schlamm und Stromschläge

20.05.2016

Nordenham Sie bekommen Stromschläge, müssen durch den Matsch robben, in Eiswürfeln baden, durch dreckige Tümpel schwimmen, sich an Gerüsten entlanghangeln, klettern, kriechen, tauchen, springen, rutschen und laufen, laufen, laufen – insgesamt 24 Stunden. Die Teilnehmer am Mud Masters sind schon ein wenig verrückt. Schließlich tun sie sich das alles freiwillig an.

So wie Michael Taylor. Der Nordenhamer hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal mitgemacht. Und er kann gar nicht genug bekommen von dieser Tour der Qualen. Am 28. und 29. Mai ist es wieder so weit. Dann fährt der 42-Jährige mit seinem Kumpel und unverzichtbaren Unterstützer Benjamin Lenz nach Weeze am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen. Dort findet in diesem Jahr der Königswettbewerb des Hindernislaufs statt.

Natürlich ist Michael Taylor alles andere als verrückt. Der Engländer lebt mit seiner Frau Alexandra und seinen Töchtern Josslynn (4) und Tanisha (8) in einem schicken Einfamilienhaus in Atens. Er stammt aus Plymouth im Südwesten der britischen Insel, war als Soldat in Bad Fallingbostel stationiert, lernte dort seine Frau kennen und blieb der Liebe wegen in Deutschland. Er spielt Fußball bei den Alten Herren des TSV Abbehausen und hatte bis vor drei Jahren mit Ausdauersport nichts am Hut. Dann nahm er gemeinsam mit einigen Freunden am Tough Mudder teil. Das ist sozusagen die Kurzstrecke für die Extrem-Hindernisläufer. 18 Kilometer. „Mudlife-Crisis“ nannte sich das Team – eine scherzhafte Anspielung darauf, dass die Mitglieder den Zenit ihrer sportlichen Leistungskraft vielleicht schon überschritten haben. Wie auch immer. Nach seiner ersten Matsch-Performance war bei Michael Taylor die Leidenschaft geweckt. „Das hat großen Spaß gemacht“, erinnert sich der Nordenhamer. Vor allem hat die Teilnahme bei Michael Taylor die Lust nach mehr geweckt.

Challenge for Charity –

unter diesem Motto will Michael Taylor Geld für gemeinnützige Zwecke sammeln. Unterstützen möchte er die Kinder- und Jugendfarm im Blexersander Seenpark, den Kinderkrebshilfeverein Fussel, die Johanniter und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Pro Kilometer, den der Nordenhamer bei seinem 24-Stunden-Hindernislauf zurücklegt, könnte der jeweilige Sponsor für eine dieser Organisationen einen zuvor festgelegten Betrag spenden. Für weitere Informationen ist Michael Taylor per E-Mail an Challenge4charity@outlook.de erreichbar.

Vergangenes Jahr im September hatte er seine Mud-Masters-Premiere in Biddinghuizen in den Niederlanden. Unter den 100 Teilnehmern, die die 24-Stunden-Herausforderung annahmen, kam er auf den sechsten Platz. Der Nordenhamer legte 96 Kilometer zurück. Nun will er noch eins drauflegen: „In diesem Jahr will ich auf jeden Fall 100 Kilometer laufen. Vielleicht noch etwas mehr.“

Seit Januar bereitet sich der 42-Jährige auf den Wettbewerb vor. Den Weg zu seiner Arbeitsstelle und zurück läuft der Engländer – jeden Tag. Zuhause macht er Krafttraining, manchmal geht er schwimmen oder marschiert mit einem schweren Sandsack durchs Gelände. „Bei den Mud Masters geht es nicht nur um Ausdauer, sondern auch um Kraft. Außerdem braucht man eine gute Strategie.“ Auch dafür hat Michael Taylor seinen Kumpel Benjamin Lenz dabei, der ihn beim Wettkampf nicht nur mit Getränken, sondern auch mit guten Tipps unterstützt.

Zurzeit isst Michael Taylor noch „völlig normal“, wie er sagt. Eine Woche vor dem Wettkampf will er beginnen, mehr Kohlenhydrate und Eiweiß zu sich zu nehmen. Im Wettkampf selbst setzt er auf Energiegel aus der Tube.

Der Nordenhamer weiß, was ihn erwartet. Er weiß, wie ein anfangs harmloser Kratzer am Knie schmerzen kann, wenn man 80 Kilometer Laufstrecke in den Knochen hat. Er weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Beine schwer wie Blei werden, wenn die Müdigkeit in jede Faser des Körpers kriecht und einem der innere Schweinehund hartnäckig zuflüstert, dass es Zeit ist aufzuhören. Aber das schreckt ihn nicht ab. Im Gegenteil. „Und dass ich diesmal für einen guten Zweck laufe, ist für mich noch ein zusätzlicher Anreiz“, freut sich der Nordenhamer.


     www.mudmasters.de 
Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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