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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Nachruf: Als Stadtoberhaupt immer nah bei den Menschen

02.04.2013

Blexen Er übte fast zehn Jahre das Amt des Bürgermeisters aus, hatte viel Einfluss in der Politik und trug eine große Verantwortung. Trotzdem hat Günter Ede nie die Nähe zu den Menschen verloren. Mit seiner freundschaftlichen, hilfsbereiten und verlässlichen Art ist er nicht nur als Stadtoberhaupt äußerst beliebt gewesen, sondern auch außerhalb dieser offiziellen Funktion. Das war für ihn besonders wichtig: „Ich bin immer Mensch geblieben“, hat er einmal in einem Rückblick auf sein Leben gesagt. Günter Ede ist am Karfreitag im Alter von 85 Jahren gestorben.

Besonders lag Günter Ede die Entwicklung seines Heimatortes Blexen am Herzen. Auch im hohen Alter versäumte er kaum eine Versammlung, in der es um die Interessen des Stadtnordens ging. Ob Kirchbauverein, Turnerbund oder Bürgerverein – Günter Ede war immer zur Stelle, wenn Hilfe oder Rat benötigt wurde.

Am 19. Juli 1927 kam Günter Ede als Sohn des Dachdeckermeisters August Ede und dessen Frau Sophie in einer Mietwohnung an der Langen Straße 29 zur Welt. Er war das zweite von sieben Kindern. Seine Mutter starb 1941 mit 38 Jahren, sein älterer Bruder Reinhold fiel im Krieg.

Günter Ede trat bei der Verwaltung der Stadt Nordenham eine Lehre an, musste aber 1944 in den Krieg ziehen. 1945 kehrte er aus der Gefangenschaft zurück, zwei Monate später starb sein Vater mit 49 Jahren. Der 18-jährige Günter Ede war plötzlich Familienoberhaupt. Zusammen mit der Haushälterin, die nach dem Tod der Mutter gekommen war, versorgte er seine fünf Geschwister Margot, Elfriede, Adolf, Gertrud und Ernst-August.

Günter Ede fand zunächst Arbeit im amerikanischen Depot. 1949 wechselte er nach Bremerhaven, wo er zehn Jahre lang Gräben für Kabel aushob. Im selben Jahr heiratete er seine Frau Lisa, sein Sohn Günther wurde geboren. Bald folgten Ulrich und Marita.

Schon 1952 hatte Günter Ede für seine Familie ein Haus In der Hellen gekauft. Deshalb schloss er sich der Siedlergemeinschaft Blexen an. 1960 übernahm er deren Vorsitz, den er bis 1982 beibehielt.

1956 trat Günter Ede in die SPD ein. 1961 wurde er erstmals in den Stadtrat gewählt, 1968 in den Kreistag. Am 12. Dezember 1980 bestimmte ihn der Stadtrat zum Nachfolger von Margitta Terborg im Ehrenamt des Bürgermeisters.

In Günter Edes Zeit als Bürgermeister fiel die Erneuerung der Innenstadt mit dem Bau der Fußgängerzone und der Tiefgaragen. Auch die Anfänge des Kulturzentrums Jahnhalle und des Blexersander Seenparks gestaltete er als Stadtoberhaupt mit.

1981 verlor die SPD die absolute Mehrheit. Günter Ede wurde zwar wiedergewählt, aber als Stellvertreter standen ihm keine Parteifreunde mehr zur Seite, sondern Egon Mehrings (CDU) und Fritz Jacob (FDP). An den fünf Jahren mit diesem Bürgermeister-Trio hatte Günter Ede eine besondere Freude. Zur 75-Jahr-Feier der Stadt Nordenham traten die drei Bürgermeister 1983 in dem Stück „Hochtied in de Pickbalje“ auf . Die Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen seines Heimatdorfes Blexen waren 1989 ein weiterer Höhepunkt für ihn, Im April 1990 übergab Günter Ede das Bürgermeisteramt an Ulrich Münzberg.

Die Trauerfeier für Günter Ede findet am Freitag, 5. April, ab 11 Uhr in der Blexer St.-Hippolyt-Kirche statt.


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