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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Auf der Suche nach jungen Ärzten

05.11.2015

Nordenham Sie haben eine siebenstellige Summe investiert und wollen die ärztliche Versorgung in Nordenham nicht nur sichern, sondern möglichst auch ausbauen. Aber mit diesem Vorhaben kommen Dr. Michael Bodammer und Dr. Robert Ceskel nicht so zügig voran, wie sie es erhofft hatten. Den Grund dafür kann Michael Bodammer schnell nennen: „Es ist nicht einfach, Ärzte nach Nordenham zu locken.“ Trotzdem ist er zuversichtlich, dass es ihm und seinem Kollegen gelingen wird, zusätzliche Spezialisten für das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) zu gewinnen.

1400 Quadratmeter

Das MVZ betreiben Michael Bodammer und Robert Ceskel seit dem Juni 2014 an der Adolf-Vinnen-Straße in einem Gebäude, in dem sich früher ein Supermarkt befunden hatte. An den einstigen Verwendungszweck erinnert heute nichts mehr. Das langgezogene Gebäude wurde komplett entkernt und auch von außen völlig umgestaltet. Auf 1400 Quadratmetern verteilen sich zahlreiche Praxis- und Untersuchungsräume sowie weitläufige Wartezonen für Patienten. Zudem befinden sich in abgetrennten Bereichen die Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte und eine Apotheke.

Im MVZ sind neben Michael Bodammer und Robert Ceskel fünf weitere Mediziner tätig. Dazu gehören ein Assistenzarzt und eine Praktikantin. „Der Standort hat sich sehr gut entwickelt“, sagt Michael Bodammer, „wir haben hier insgesamt 15 Beschäftigte.“

Während Dr. Michael Bodammer, Dr. Robert Ceskel und Dr. Kai Wellemeyer für die Fachgebiete Innere Medizin und Kardiologie zuständig sind, sind Dr. Andras Machnicz als Allgemeinmediziner und seit diesem August Dr. Eckhardt Flohr als Lungenfacharzt dabei. Die MVZ-Eigentümer hoffen, dass der Assistenzarzt Mirsad Buljubasic in Nordenham bleibt, wenn er seine Facharztprüfung bestanden hat.

Bei aller Zufriedenheit mit der Auslastung des MVZ mit etwa 5000 Patientenkontakten im Quartal schauen die Inhaber nach vorne und bemühen sich um weitere Ärzte. Neben einem zusätzlichen Allgemeinmediziner stehen Spezialisten für Rheumatologie, Diabetologie und Dermatologie auf ihrer Wunschliste.

Räume sind genug vorhanden, auch an der technischen Infrastruktur mangelt es nicht. „Aber Nordenham ist nicht Köln oder München“, bringt Michael Bodammer das Problem auf den Punkt. Er und sein Kollege haben die Erfahrung machen müssen, dass junge Ärzte trotz aller Vorzüge, die das Leben in der Wesermarsch zu bieten hat, lieber in Großstädten wohnen wollen.

Als ein zusätzliches Hindernis führt Robert Ceskel an, dass ausländische Ärzte in Niedersachsen hohe bürokratische Hürden überwinden müssen, wenn sie sich hier niederlassen wollen. „In anderen Bundesländern ist das leichter“, sagt er.

Michael Bodammer und Robert Ceskel halten es für dringend notwendig, dass junge Mediziner nach Nordenham kommen, und begrüßen daher die entsprechenden Förderprogramme. Sie verweisen darauf, dass viele niedergelassene Ärzte bereits um die 60 Jahre alt sind.

Vernetzte Abteilungen

Die MVZ-Eigentümer werben für ihren Standort mit einem „attraktiven medizinischen Umfeld“. Die spartenübergreifende Vernetzung mit der Arbeit nach dem Kollegialprinzip sei ein großer Pluspunkt. Junge Ärzte könnten sich dort gut weiterentwickeln. Und auch für die Patienten biete die Einrichtung mit ihrer „Fachkompetenz auf kurzen Wegen“ viele Vorteile.

Die beiden Ärzte wollen sich mit dem MVZ gezielt an Fortbildungsprogrammen für Mediziner beteiligen und es auf diese Weise bekannter machen. Zudem ist eine Kooperation mit der Universität in Oldenburg bei der Studentenausbildung geplant.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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