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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Bürgermeister für einen Augenblick

30.08.2008

NORDENHAM Beim Anblick der Gondel, die sich kreisend an einem Kranseil bis auf 60 Meter in die Höhe schraubte, entschied sich so mancher nicht schwindelfreie Besucher dann doch lieber anders. Denn beim Tag der offenen Tür der Stadtverwaltung gab es noch eine weitere Möglichkeit, in den Genuss einer grandiosen Aussicht über die ganze Stadt zu kommen: Der Glockengang im Rathausturm war geöffnet. Dort empfing Helmut Dietrich die Turmbesteiger mit einer Schätzfrage. Dass sie sich auf einer Höhe von genau 41,2 Metern befanden, wusste niemand. Wer eine Kamera dabei hatte, nutzte die Gelegenheit, fleißig Fotos zu machen. Und vielen Nordenhamern wurde erst da bewusst, dass sie in einer sehr grünen Stadt leben.

Dass Stadtansichten aus der Vogelperspektive äußerst beliebt sind, merkten auch die Mitarbeiter des Bauamtes. Vor ihren Büros standen die Leute Schlange, um in den Genuss einer kostenlosen Luftaufnahme ihres Hauses zu kommen. Der Andrang war so groß, dass zwischenzeitlich der Nachschub an Drucktertinte ins Stocken kam.

Ebenfalls heiß begehrt waren Fotos, die die Besucher von sich machen lassen konnten, während sie im Chefsessel von Hans Francksen saßen: Bürgermeister für einen Augenblick. Das Stadtoberhaupt kam immer wieder mal vorbei, beantwortete Fragen und stellte sich auf Wunsch auch gerne mit fürs Foto auf.

Mit viel Geld durften die Bürger bei dem Planspiel Haushalt jonglieren, das die Kämmerei sich ausgedacht hatte. Jeder Besucher bekam 17,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und sollte diese Summe auf die seiner Meinung nach wichtigsten Aufgaben der Stadt verteilen. Natürlich gab’s bei dem Spiel keine echten Euroscheine, sondern nur farbige Aufkleber. Die Verteilung der bunten Punkte zeigte, dass die Bürger die Bereiche Wirtschaftsförderung, Straßenbau, Kinder- und Jugendhilfe sowie Grundschulen für besonders bedeutend halten.

Sogar das Herzstück der kommunalen Datenverarbeitung, den Serverraum, bekamen die Besucher zu sehen. Die EDV-Experten Hergen Lax und Olaf Reimers wussten auch auf die kniffligsten Fragen der Computer-Spezis eine Antwort.

Im Rathaus nahmen viele Besucher auch gerne das Angebot wahr, sich in den verschiedenen Ämtern zu informieren. Weil die Hemmschwelle niedriger war als bei einem „richtigen“ Behördentag, kamen Bürger und Stadtbedienstete schnell miteinander ins Gespräch. So freute sich Heidi Brunßen, dass sie in der Versicherungsstelle mehreren Bürgern wichtige Tipps in Rentenangelegenheiten geben konnte.

Auf dem Außengelände zog vor allem das Menschenkicker-Turnier die Zuschauer an. Die sportliche Eleganz und Dynamik hielt sich bei dem Wettbewerb zwar in Grenzen, aber dafür hatten die 16 beteiligten Mannschaften einen riesigen Spaß. Den Siegerpokal überreichte Vize-Bürgermeisterin Angelika Zöllner an das Team NSW III. Die Seekabelwerker hatten sich im Endspiel mit 1:0 gegen das Finanzamt durchgesetzt. Platz drei ging an NSW I durch einen 4:2-Sieg im kleinen Finale gegen Airbus.

Bürgermeister Hans Francksen zeigte sich mit dem Verlauf des Tags der offenen Tür rundum zufrieden. „Wir haben die Vielschichtigkeit einer Kommunalverwaltung dargestellt“, sagte er, „und die Bürger haben sich gefreut, einmal in jeden Winkel des Rathauses gucken zu können.“ Dabei erfuhren sie allerhand Interessantes über ihre Stadt. Welcher Nordenhamer weiß denn schon, wie viele städtische Spielplätze es hier gibt? Es sind 45.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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