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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Erste Weihnacht in der neuen Heimat

24.12.2016

Nordenham „Weihnachten ist in diesem Jahr nicht so einfach. Alles wird überschattet von den Bildern des Schreckens und Grauens – zuerst in Aleppo und dann in Berlin“, sagt Karl Jasbinschek.

Der neue Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Willehad Nordenham erklärt zu der Frage, wie man dieses Fest der Liebe jetzt dennoch feiern kann: „Weihnachten ist nicht das Fest der Idylle, sondern des Lichteinfalls Gottes in unsere zerrissene und gequälte Welt.“ Karl Jasbinschek fügt hinzu: „Damit will Gott uns zeigen: Die Liebe ist stärker als Gewalt und Hass.“

In diesem Sinne spricht der Geistliche auch von Weihnachten als „Kraftquelle der Liebe“. Das Jesuskind in der Krippe wecke Kräfte des Vertrauens und der Hoffnung.

Karl Jasbinschek (61) ist am Niederrhein aufgewachsen, war zuletzt in der katholischen Gemeinde im westfälischen Lengerich tätig und wirkt seit Ende Mai als Pfarrer der 3300 Katholiken zählenden Kirchengemeinde St. Willehad Nordenham, zu der auch Butjadingen und Stadland gehören.

In Nordenham fühlt er sich bereits sehr wohl. Die Menschen hier im Norden seien keineswegs stur, sondern viel offener als er das aus Westfalen kenne. Das habe ihn positiv überrascht.

Das erste Weihnachten in seiner neuen Heimat ist für den Pfarrer allerdings etwas speziell: Alle Organisten sind krank oder verreist. Glücklicherweise kann eine Organistin aus Brake aushelfen und Diakon Christoph Richter kann mit seiner Gitarre den Gottesdienst am 1. Weihnachtstag musikalisch begleiten.

Nach dem 2. Weihnachtstag hat Pfarrer Karl Jasbinschek bis einschließlich 30. Dezember frei. Dann wird er seine Schwester und ihre Familie in Essen besuchen. Dort wird auch sein Bruder aus der Schweiz erwartet.

Karl Jasbinschek hat nach der Schule zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert und anschließend für drei Jahre die Polizeischule in Linnich besucht. 1977 nahm er das Theologiestudium auf. Nach der Priesterweihe 1983 war er tätig in Neubeckum, Emsdetten, Moers, Warendorf und – von 2010 bis Mai dieses Jahres – in Lengerich.

Im Mai hat er in Nordenham keine leichte Aufgabe übernommen. Einige Turbulenzen hatten die katholische Gemeinde erschüttert.

Karl Jasbinschek setzt auf Information und Transparenz, fördert Jugendarbeit und möchte gemeinsam mit Diakon Christoph Richter auch die Ökumene und die Urlauberseelsorge stärken.

Er hat inzwischen den Eindruck gewonnen, dass Streit und Gegeneinander in der Gemeinde nicht mehr zu spüren sind. „Es wird nicht mehr gegeneinander und übereinander geredet, sondern miteinander – und man lässt das zu, was verschieden ist.“

Mit ihm sei aber auch nicht das Heil angebrochen und er mache auch nicht alles neu, betont Karl Jasbinschek.

Der Pfarrer versucht, jeder Gruppe die Wertschätzung zu geben, die sie verdient. „Jedes Gemeindemitglied hat das Recht auf seine Eigenart. Die Verschiedenheit der Persönlichkeiten und Interessen gehört zum Zusammenhalt in der Gemeinde dazu.“ Karl Jasbinschek betont dabei: „Wir alle sind Originale.“

Seinen Wechsel von Lengerich nach Nordenham, gegen den er sich anfangs gesträubt hatte, hat Karl Jasbinschek keineswegs bereut. „Ich habe hier einen guten Platz gefunden. Wichtig sind die Menschen und die sind entgegenkommender als ich erwartet hatte. Zudem arbeite ich mit Diakon Christoph Richter gut zusammen.“

Für Karl Jasbinschek ist inzwischen ganz klar: „Wenn ich sage, dass ich nach Hause fahre, dann ist das Zuhause für mich Nordenham.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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