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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Lebensqualität: Es geht um Sicherheit und Angstorte

23.11.2016

Nordenham Der Nordenhamer Polizeichef Arne Schmidt ist begeistert von dem Vorhaben: „Das ist eine große Chance für die Stadt und auch für uns eine gute Sache.“ Bürgermeister Carsten Seyfarth sieht das genauso. Er bescheinigt dem Projekt einen „hohen praktischen Mehrwert“ und erhofft sich davon wertvolle Erkenntnisse, mit denen sich die Lebensqualität in Nordenham weiter verbessern lässt. Die Begeisterung bezieht sich auf die kriminologische Regionalanalyse, die Wissenschaftler auf der Basis einer umfangreichen Befragung für die Unterweserstadt erstellen wollen. Dabei geht es vor allem um das Thema Sicherheit.

Wie die Datenerhebung und später die Auswertung ablaufen, welche Inhalte behandelt werden, wie es um die Anonymität steht und wer befragt wird, haben fünf mit dem Projekt betraute Wissenschaftlerinnen am Montagabend in einer öffentlichen Sitzung des Nordenhamer Präventionsrates aufgezeigt.

Wie berichtet, übernimmt das Land Niedersachsen die Kosten für die kriminologische Regionalanalyse, die in ähnlicher Form schon in anderen Städten und auch in Landkreisen stattgefunden hat. Dafür stehen Fördergelder aus dem Programm Pro Niedersachsen bereit. Es richtet sich gezielt an Forschungsprojekte der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften.

Kooperationsprojekt

Bei der Studie arbeiten die Universität Vechta und das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in einem Kooperationsprojekt zusammen. Unterstützt werden sie dabei vom Nordenhamer Präventionsrat, dessen Vorsitzende Bürgermeister Carsten Seyfarth und Kommissariatsleiter Arne Schmidt sind.

Die Grundlage der Analyse bilden Befragungen, bei denen zwischen Bürgern und Schülern unterschieden wird. Für die Bürgerbefragung, die im Frühjahr 2017 erfolgt, zeichnet die Uni Vechta verantwortlich. Nach Angaben der Projektleiterin Professor Dr. Yvette Völschow ist beabsichtigt, 5000 erwachsene, zufällig ausgesuchte Nordenhamer anzuschreiben und sie zu bitten, einen Bogen mit 60 Fragen auszufüllen. „Wir hoffen auf einen hohen Rücklauf“, sagt sie. Denn je mehr Antworten vorliegen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.

Mit dem Setzen von Kreuzen, aber auch mit freien Texten können die Bürger unter anderem darlegen, ob sie sich sicher in Nordenham fühlen, welche Angstorte sie meiden, wie sie die Arbeit der Polizei beurteilen und ob sie selbst schon Opfer einer Straftat waren.

Die Befragung der Schüler läuft nicht per Brief ab. Stattdessen schwärmen Testleiter des KFN im Zeitraum von Januar bis März in die Nordenhamer Schulen aus. In etwa zwei Unterrichtsstunden sollen die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 7 bis 10 die auf sie zugeschnittenen Fragebögen beantworten. Dabei geht es zwar auch in erster Linie um das Sicherheitsempfinden, aber Angaben zum Freizeitverhalten und zur Mediennutzung werden ebenfalls erbeten. Nach Auskunft der Soziologin Marie Christine Bergmann vom KFN umfasst der Kreis der Schüler, die befragt werden sollen, rund 1100 Jugendliche. „Natürlich ist die Teilnahme freiwillig und die Anonymität gewährleistet“, betont sie. Vorab bekommen die Eltern ein Informationsschreiben.

Bis zum Herbst 2018

Yvette Völschow geht davon aus, dass die Analyse im Herbst 2018 abgeschlossen ist und dann die Ergebnisse präsentiert werden können. Bürgermeister Carsten Seyfarth, Polizeichef Arne Schmidt und alle anderen Mitglieder des Präventionsrates sind gespannt, was dabei herauskommt. Sie wissen, dass es auch unerfreuliche Überraschungen geben kann und sich Problemfelder abzeichnen, die bisher gar nicht wahrgenommen wurden. „Wer fragt, muss sich auch unangenehme Antworten gefallen lassen“, sagt Arne Schmidt.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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