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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Bei Herzschwäche rechtzeitig gegensteuern

01.12.2017

Esenshamm Chronische Herzschwäche beginnt meist unspektakulär und schleichend mit Atemnot oder einer Leistungsabnahme. Viele Patienten bemerken sie oft viel zu spät. Je früher Herzschwäche erkannt wird, umso eher kann die fatale Entwicklung der Krankheit aufgehalten oder verlangsamt werden. Daher sollten alle Betroffenen rechtzeitig zum Arzt gehen.

200 Interessierte

Darauf haben Ärzte beim Thementag „Das schwache Herz“ in der Helios-Klinik-Wesermarsch in Esenshamm hingewiesen. Das Interesse an dem Thema ist in der Wesermarsch offenbar sehr groß. Im Schnitt zählen Gesundheitsforen der Helios-Klinik 60 bis 80 Besucher. Diesmal kamen etwa 200 Interessierte. Die Stühle in der Klinik-Cafeteria reichten nicht aus. „Wir sind wirklich baff“, sagte Klinikchefarzt und Chefarzt der Kardiologie Dr. Andreas Reents zur Begrüßung.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung informierten Andreas Reents und weitere Experten darüber, was zu tun ist, „wenn die Pumpe schwächelt“.

Männer seien stärker von schweren Herzerkrankungen betroffen, weil sie im Unterschied zu Frauen einen Arztbesuch gerne hinauszögern, berichtete Dr. Michael Bodammer, Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie in Nordenham. Bluthochdruck dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden, weil er in vielen Fällen zur chronischen Herzschwäche führe – insbesondere in Verbindung mit Diabetes.

Eine Studie aus China habe belegt, dass mit einer täglichen Portion frisches Obst das Gesundheitsrisiko um 40 Prozent reduziert werden könne. Das dürfe jedoch nicht dazu führen, dass verordnete Tabletten weggelassen werden, so Michael Bodammer.

Das bestätigte Chefarzt Andreas Reents: „Oberstes Gebot ist: Der Patient muss verordnete Medikamente nehmen. Dazu gehören ACE-Hemmer und Betablocker. Es ist erwiesen, dass diese Medikamente zu einem verlängerten Überleben beitragen.“

In den Vorträgen (auch von Dr. Waheeb Ghazzawi, Oberarzt Kardiologie/Gastroenterologie, und Samer Mahfouz, Leitender Oberarzt Kardiologie in Esenshamm) sind Ursachen und Warnzeichen deutlich gemacht worden.

 Bei diesen Alarmzeichen einer chronischen Herzschwäche sollten Betroffene sofort zum Arzt gehen: Atemnot bei Belastung, Abnahme der Leistungsfähigkeit (Treppen steigen, Berg angehen, schnell laufen), Schwellungen an Knöcheln, Unterschenkeln (Wassereinlagerung).

 Chronische Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern resultiert aus anderen Erkrankungen: koronare Herzkrankheit (insbesondere Herzinfarkt), Bluthochdruck, Herzklappenerkrankung, endzündliche Herzkrankheiten, Herzmuskelentzündung, angeborene Herzfehler, Alkohol- oder Medikamenten-Missbrauch, Drogenkonsum.

Ein ungesunder Lebensstil mit Bewegungsmangel, falscher Ernährung, Rauchen und Übergewicht ist Hauptursache koronarer Herzkrankheit und zugleich maßgeblich für die Entstehung von Bluthochdruck verantwortlich.

Herzgesunde Ernährung

Tipps für eine herzgesunde Ernährung gab Diabetesberaterin Birgit Bethge aus Abbehausen. Wie wichtig gesunder Schlaf ist und was dafür getan werden kann, erläuterten Dr. Andreas Möller (Schlafmediziner und Leiter des Schlaflabors Wilhelmshaven) sowie eine Selbsthilfegruppe aus Varel. Über geeignete Sportarten informierten die Physiotherapeuten der Helios-Klinik.

Die Besucher des Thementages konnten zudem das Herzkatheterlabor besichtigen. Es ist im November vergangenen Jahres noch im alten Krankenhaus in Betrieb genommen worden und wird seit Juni in der am 13. Mai in Betrieb genommenen neuen Helios-Klinik in Esenshamm genutzt. Hier finden täglich drei bis vier Untersuchungen und Behandlungen statt, teilte der operationstechnische Assistent Marc Basshusen mit.

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Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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