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Nordenhamer Im Selbstversuch Dicke Muckis mit Spitzwegerich und Minze

Jens Milde

Nordenham - Die Konkurrenz hoppelt über die kleine Wiese zwischen der Kleintierarena und der Strandallee. Aber das ist kein Problem. Es ist genug da, auch für die Hasen. Am Rande des kleinen Strandwaldes findet Daniel El Khatib fast alles, was er für seinen morgendlichen Wildkräuter-Smoothie braucht: Vogelmiere, Spitzwegerich, Brennnesseln, Minze, Malve, Löwenzahn und noch vieles mehr. „So richtig schmecken tut’s aber erst, wenn ich eine Banane oder einen Apfel mit in den Mixer gebe“, sagt der 32-Jährige. „Sonst kriegt man das schlecht runter.“

Muckis antrainieren

Daniel El Khatib ist Veganer. Und er möchte zeigen, dass Veganer nur auf tierische Produkte verzichten und auf sonst nichts. Auch nicht auf einen muskulösen Körper. Der Nordenhamer will sich Muckis antrainieren. Am nächsten Montag startet er mit einem einjährigen Selbstversuch.

Daniel El Khatib verzichtet dabei ganz bewusst auf synthetische Protein-Bomben, wie sie in der Bodybuilding-Szene gerne genommen werden, auf tierisches Eiweiß sowieso. Er will beweisen, dass man nicht jeden Tag ein Steak essen muss, um einen muskulösen Körper aufzubauen. Die Fitnessgeräte für seinen einjährigen Selbstversuch will er in den nächsten Tagen zusammenschrauben. Unter anderem ist ein multifunktioneller Fitness-Turm dabei, mit dem man in den eigenen vier Wänden so einiges machen kann. Mit einem vielseitigen Mix aus Kraft-Übungen will er möglichst gleichmäßig Muskeln aufbauen. „Ich will dreimal in der Woche jeweils eine Stunde trainieren“, sagt Daniel El Khatib.

Regelmäßig will er auf seiner Facebookseite „Vegan, the strong way“ über seine Fortschritte berichten und möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen. Daniel El Khatib will sich während des Experiments zu 70 Prozent mit Rohkost ernähren, also mit Lebensmitteln, die in keiner Weise bearbeitet worden sind.

Vegane Lebensweise

Vieles davon findet er in der Natur. Zum Beispiel Giersch: Der Schrecken vieler Hobbygärtner steht bei dem 32-Jährigen ebenso auf dem Speiseplan wie viele andere Wildkräuter. Hinzu kommen Obst und Gemüse. An den Wochenenden gönnt sich Daniel El Khatib auch schon mal ein Sellerieschnitzel mit veganen Pommes. Oder die leckeren Macaroni mit Paniermehl, Sojasahne und Tofu. Wichtig ist es ihm zu zeigen, dass sich die vegane Lebensweise in den Alltag eines berufstätigen Menschen mit Frau und zwei Kindern integrieren lässt.

Bekehren möchte er dagegen niemanden. Ein unverkrampfter Umgang mit dem Thema ist ihm wichtig. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass der Umstieg auf eine vegane Ernährung nur aus einer tiefen inneren Überzeugung gelingt.

Daniel El Khatib ist vor einigen Jahren zunächst auf vegetarische, später auf vegane Kost umgestiegen. Er wollte auf natürliche Weise eine chronische und sehr schmerzhafte Kieferentzündung bekämpfen, und das hat auch geklappt. Hinzu kommen ethische Gründe. Der 32-Jährige will nicht, dass seinetwegen Tiere getötet werden. „Wenn sich nachts eine Mücke ins Schlafzimmer verirrt, fange ich sie im Becher und bringe sie nach draußen.“ 

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