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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Netzwerk will Schwerkranke besser betreuen

26.05.2018

Nordenham /Elsfleth „Seit es unser Netzwerk gibt, mussten viel weniger Menschen im Krankenhaus sterben“, sagt Alexander Jüptner aus Elsfleth. Er ist Vorsitzender des im Dezember 2015 gegründeten Palliativ-Netzwerkes Wesermarsch. „Würdevolle Begleitung bis zuletzt in vertrauter Umgebung – das wollen wir“, erläutert 2. Vorsitzende Birgitt Heckenberg aus Nordenham. „Alle, die damit zu tun haben, sind wichtig, denn für diese würdevolle Begleitung können nur alle zusammen sorgen“, ergänzt Schatzmeisterin Christine Wilhelm aus Oldenbrok-Mittelort. „Gute Vernetzung ist das A und O“, unterstreicht 2. Vorsitzender Alexander Schuhr aus Nordenham.

Neuer Vorstand

Die vier ehrenamtlich Tätigen sind für drei Jahre in den Vorstand des Palliativ-Netzwerkes Wesermarsch gewählt worden. Alexander Jüptner, der beruflich als Fachbereichsleiter Forschung und Entwicklung der Johanniter-Unfall-Hilfe (Landesverband Niedersachsen/Bremen) tätig ist, wurde wiedergewählt. Ebenso Birgitt Heckenberg, die als Koordinatorin bei der Hospizhilfe Nordenham arbeitet. Neuer 2. Vorsitzender ist Rechtsanwalt und Notar Alexander Schuhr. Er löst Karin Schelling-Carstens aus Oldenburg ab. Christine Wilhelm, die im St.-Bernhard-Hospital in Brake tätig ist, hat als Schatzmeisterin die Nachfolge vom Ernst Kroeck aus Oldenburg angetreten.

Anspruch auf Hilfe

Das Palliativ-Netzwerk Wesermarsch mit seinem Stützpunktsitz in Elsfleth (An der Weinkaje 4) unterstützt Menschen mit einer schweren fortschreitenden Erkrankung, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist. Menschen, die eine aufwändige palliativpflegerische und palliativmedizinische Versorgung benötigen, haben gemäß Sozialgesetzbuch Anspruch darauf. Entsprechend Wünschen und Bedürfnissen der Patienten kann dies in vertrauter Umgebung zu Hause oder aber im Pflegeheim geschehen.

Schnelle Versorgung

Verordnet wird eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung im Bedarfsfall von einem Haus- oder Krankenhausarzt. Das Netzwerk sorgt für Beratung, Unterstützung, Begleitung und Versorgung von Patienten und Angehörigen in enger Zusammenarbeit mit Hausärzten und Pflegediensten.

Rund um die Uhr ist das Netzwerk für Patienten erreichbar. Hausbesuche erfolgen zeitnah. Auch Begleitung durch ambulante Hospizdienste sowie Aufnahmen in stationäre Hospize oder Palliativstationen werden organisiert.

„Nicht jeder Sterbende braucht uns. Nur bei schwierigen Krankheitssymptomen können wir für zusätzliche Entlastung sorgen“, erläutert Birthe Heins, eine der drei hauptamtlichen Koordinatorinnen des Netzwerkes. Ebenso wie ihre Kolleginnen Carmen Mörig und Simona Strauch hat die Gesundheits- und Krankenpflegerin eine Zusatzqualifikation für Palliativpflege.

Drei Koordinatorinnen

Die drei Koordinatorinnen leisten selbst keine Versorgung. Sie machen sich persönlich ein Bild von Patienten und vermitteln über den Haus- oder Palliativarzt oder das Krankenhaus eine Versorgung durch einen der neun ambulanten Pflegedienste im Landkreis. Die Dienste haben jeweils mindestens drei Palliativfachkräfte. Ebenso arbeitet das Netzwerk mit zehn Palliativmedizinern sowie anderen Versorgern zusammen.

Das Netzwerk Wesermarsch wünscht sich eine noch engere Kooperation mit den Hausärzten. Birgitt Heckenberg: „Wir brauchen nicht mehr Patienten, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Aber wenn die Patienten und ihre Angehörigen besser informiert werden, könnte es für mehr besser laufen. Wir wollen ja den Sterbenden die Angst nehmen. Auf ihrem letzten Weg soll es ihnen gut gehen – und das möglichst zu Hause.“

Dankbare Angehörige

Birthe Heins ergänzt: „Die Familien und Angehörigen sind so dankbar – zum Beispiel wenn sie erfahren, was sie bei Atemnot tun können, bis der Pflegedienst kommt.“

Seit dem Start am 1. Dezember 2015 hat das Netzwerk im Landkreis Wesermarsch 169 Patienten betreut. Das Ziel, bei palliativen Patienten Krankenhaus-Einweisungen zu vermeiden oder auf ein Minimum zu reduzieren, konnte immer besser erreicht werden. Die Mehrheit der betreuten Patienten konnte in ihrer gewohnten Umgebung zu Hause sterben.

Sorgen bereitet dem Netzwerk jedoch der Fachkräftemangel bei den ambulanten Pflegediensten. Bereits einige palliative Versorgungen konnten nicht zufriedenstellend geleistet werden, weil Pflegedienste keine Aufnahmekapazitäten hatten.

Wünschenswert sei auch, so der Vorstand, noch mehr engagierte Ärzte zu gewinnen, die palliativ im Netzwerk mitarbeiten möchten.


     www.palliativnetzwerk-wesermarsch.de 
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Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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