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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Gegen Rassismus In Nordenham: Sie treten für eine bunte Stadt ein

22.02.2020

Nordenham Der offensichtlich rassistisch motivierte Terroranschlag von Hanau hat auch in Nordenham für großes Entsetzen gesorgt. Rund 70 Menschen nahmen am Donnerstagabend an einer Mahnwache teil, zu der das Bündnis „Nordenham bleibt bunt“ spontan in den sozialen Medien aufgerufen hatte.

Schockiert vom Terror

Einer der Redner bei der Mahnwache war Leon Weiß, der zum harten Kern der „Nordenham-bleibt-bunt“-Bewegung gehört. „Ich war schockiert, als ich von dem Terror-Anschlag gehört habe“, sagte er. Umso wichtiger sei es, Zeichen gegen Rechts zu setzen. Dass in so kurzer Zeit so viele Menschen zusammengekommen sind, sei für ihn ermutigend, die Zunahme des rechten Terrors allerdings erschreckend. Leon Weiß macht eine zunehmende Polarisierung dafür verantwortlich. „Das gesellschaftliche Klima ist verpestet.“ Und das hat auch seiner Sicht auch mit „geistiger Brandstiftung durch die AfD zu tun.

Internationale Wochen gegen Rassismus

„Nordenham rockt bunt“ lautet das Motto am Sonnabend, 28. März, in der Nordenhamer Jahnhalle. Mit dem Konzert will das Bündnis „Nordenham bleibt bunt“ ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Bisher haben fünf Bands aus Nordenham ihre Teilnahme zugesagt: Sie heißen Nudelbox 3,50, Die Meldung, Molly Li., MGH und Co. KG und Bounty Kill.

„Nordenham bleibt bunt“ beteiligt sich an den internationalen Wochen gegen Rassismus, die in der Zeit von 16. bis zum 29. März stattfinden. Wie schon im Vorjahr sollen viele unterschiedliche Veranstaltungen in diesen zwei Wochen angeboten werden. Dies können Lesungen, Tanz- und Kochveranstaltungen oder Filme sein. Jeder, der ein Zeichen gegen Rassismus setzen möchte, kann sich mit einer Veranstaltung beteiligen. „Die Resonanz auf unseren Aufruf war bisher gut“, erzählt der Bündnis-Sprecher Nils Humboldt. Aber weitere Teilnehmer und Ideen sind willkommen. Interessierte können über nordenhambleibtbunt@gmx.de oder https://nordenhambleibtbunt.wordpress.com bis zum 28. Februar Kontakt aufnehmen.

Das nächste Treffen des Bündnisses „Nordenham bleibt bunt“ findet am Mittwoch, 4. März, ab 19 Uhr im ESV-Vereinsheim, Zum Weserstrand 2, statt. Dazu sind alle Interessierten eingeladen.

Nils Humboldt, Sprecher des Bündnisses „Nordenham bleibt bunt“ sagt: „Glücklicherweise ist es bei uns noch nicht zu offener Gewalt gekommen. Aber auch in Nordenham kann die Saat der Rechten in Gewalt aufgehen.“ Nils Humboldt erinnert an die Schmierereien an einer Moschee und an einem türkischen Imbiss, die zur Gründung des Bündnisses geführt haben. „Wir müssen einen solchen Vandalismus sehr ernst nehmen“, sagt er. Es sei wichtig, zu zeigen, dass Nordenham eine bunte Stadt ist. Auch aus diesem Grund beteiligt sich das Bündnis an den internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis zum 29. März.

Multikulturell geprägt

Zu den Teilnehmern des Konzerts „Nordenham rockt bunt“ am 28. März in der Jahnhalle gehört Michael Feldhusen mit seiner Band Molly.Li. Der Musiker stammt aus Köln. Er war dabei, als 1992 in seiner früheren Heimatstadt das Konzert „Arsch huh, Zäng ussenander“ (Arsch hoch, Zähne auseinander) stattgefunden hat. 100 000 Menschen versammelten sich damals um „gegen Rassismus und Neonazis“ zu protestieren. „Ich finde es unerträglich, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer Sexualität angefeindet werden. Da ist es wichtig, das Maul aufzumachen.“ Deshalb sei es für ihn und seine Band selbstverständlich, bei „Nordenham rockt bunt“ mitzumachen. Michael Feldhusen erzählt, dass er in Köln multikulturell geprägt wurde. „Außerdem bin ich Musiker, ich liebe den kulturellen Austausch.“

Ähnlich geht es Thomas Bartsch vom Bündnis für ein buntes Nordenham. „Wir haben in unserer Stadt 86 verschiedene Nationen. Die halbe Welt lebt bei uns. Das ist eine Bereicherung.“ Thomas Bartsch gehört zu einem Team, das am 20. Juni dieses Jahres im Mehrgenerationenhaus einen „Basar der Nationen“ veranstalten will – auch, um zu zeigen, wie wertvoll diese Vielfalt ist.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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