NORDENHAM - In der Schule oder beim Sport, zu Hause oder unterwegs: Jederzeit und überall kann es plötzlich notwendig sein, Hilfe zu leisten. Durch die hohe Technik-Abhängigkeit und durch Klimaveränderungen kommt es auch in Europa immer wieder zu Krisensituationen wie zum Beispiel bei Hochwasser. Da sind bei den Helfern nicht nur technische, sondern auch soziale oder kulturelle Kenntnisse gefragt.

Mit dem Browserspiel QuestCity, das im Rahmen des von der Europäischen Kommission kofinanzierten Projektes „e-self help“ entwickelt wird, entsteht zurzeit ein so genanntes Social Game, das im Frühsommer 2011 an den Start gehen soll. QuestCity konfrontiert den Spieler mit einer Vielfalt an Notfallsituationen, in denen es gilt, durch geeignete Hilfeleistung Gefahr und Schaden von sich und anderen abzuwehren. Ziel des Projektes ist es, Jugendliche an das Thema Selbsthilfe heranzuführen.

Entwickelt wird das Spiel von einem internationalen Projektkonsortium bestehend aus neun Partnern, zu denen auch die Johanniter-Unfall-Hilfe Deutschland gehört. Für die Johanniter ist der Nordenhamer Steffen Stromitzky im Entwicklerteam dabei. Gemeinsam mit anderen Johannitern traf er sich jetzt in Münster, um die Spielabläufe weiter zu verbessern.

QuestCity kann von jedem gespielt werden, der Spaß an der Sache hat, nicht nur von den Jugendlichen“, meint Steffen Stromitzky. Der Spieler kümmert sich im Spiel darum, dass es den Menschen in ihrer Heimatregion gut geht. Dadurch sammelt er Erfahrungs- und Geldpunkte. Mit diesen positiven Erfahrungen kann der Spieler dann zu weltweiten Einsätzen in Katastrophengebiete reisen und Hilfe leisten. „Das Spiel umfasst verschiedene Schwierigkeitsstufen, so dass es immer spannend bleibt“, so der Nordenhamer, der in seinem Heimatverband vor allem im Sanitätsdienst und Bevölkerungsschutz aktiv ist.