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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Kinderschutzbund In Nordenham: Spitze komplett neu

03.04.2019

Nordenham Mit einem auf allen Positionen veränderten Führungsteam geht die Ortsgruppe Nordenham des Deutschen Kinderschutzbundes ihre vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen an. An der Spitze des Vereins steht jetzt Anne Allmers als neue 1. Vorsitzende. Während die 68-jährige Nordenhamer Diplom-Pädagogin bereits seit vielen Jahren für den Kinderschutzbund aktiv ist, von 2001 bis 2016 als hauptamtliche Mitarbeiterin, betritt die in einer Nordenhamer Praxis tätige Tierärztin Jana Waldmann aus Stollhamm in ihrem Amt als 2. Vorsitzende Neuland.

Vorzeitige Rücktritte

Die Neuwahl des Vorstandes während der Jahreshauptversammlung Montagabend in der Geschäftsstelle an der Herbertstraße war erforderlich geworden, weil alle bisherigen Mitglieder der Vereinsführung ein Jahr vor Ablauf ihrer dreijährigen Amtszeit ihren Rücktritt erklärten. Dafür machten Dr. Erika Mayer (1. Vorsitzende), Dr. Heiko Hansen (2. Vorsitzende), Winfried Korter (Schatzmeister), Stefanie Seyfarth (Schriftführerin), Marie-Louise Gericke und Ina Francksen-Geil (beide Beisitzerinnen) jeweils private Gründe geltend.

Ihnen galt der Dank der Mitarbeiter und Mitglieder. „Der kommt aus tiefstem Herzen, denn ihr habt den Nordenhamer Kinderschutzbund auch in sehr schwierigen Zeiten immer sicher geführt und dafür gesorgt, dass alle Aufgaben erfüllt werden konnten“, machte Geschäftsführerin Christine Sassen-Schreiber deutlich. Dieses Lob gab Heiko Hansen zurück. Mit diesen Mitarbeitern werde auch der neue Vorstand keine Probleme haben, die vor ihm liegende Arbeit zu meistern.

Restschuld von 70 000 Euro

Noch rund 70 000 Euro schuldet eine ehemalige Schatzmeisterin dem Nordenhamer Kinderschutzbund. Die heute 53-Jährige hatte in den Jahren 2012 bis 2017 knapp 100 000 Euro veruntreut, indem sie immer wieder vierstellige Beträge aus Rücklagen in die eigene Tasche gesteckt hatte. Nach Bekanntwerden des Betruges hatte der Ehemann mit Aufnahme eines Kredits bereits 35 000 Euro an den Kinderschutzbund zurückgezahlt.

Im Gerichtsverfahren im März vergangenen Jahres, bei dem das frühere Vorstandsmitglied zu einer fast zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde, war dem Kinderschutzbund in Aussicht gestellt worden, dass ein Großteil der Restschuld durch den Erlös aus dem Verkauf des Hauses beglichen werden sollte. Doch daraus sei nichts geworden, weil die Banken Vorrechte hätten, gab der Vorstand jetzt während der Jahreshauptversammlung bekannt. Einen auf der Tagesordnung angekündigten Beschluss über das weitere Vorgehen konnten die Mitglieder nicht fassen, da derzeit noch Gespräche zwischen der Anwältin des Kinderschutzbundes und den Banken stattfänden. Da das strafrechtliche Verfahren abgeschlossen ist, müssten möglicherweise zivilrechtliche Schritte unternommen werden, um zumindest einen Teil der ausstehenden Summe zu bekommen.

In den neuen Vorstand wurden neben Anne Allmers und Jana Waldmann von den 30 Versammlungsteilnehmern auch Ines Locker-Wolf als Schriftführerin und Simon Schierz als Schatzmeister sowie Nina Orwart und Manuela Stüdemann als Beisitzerinnen gewählt. Zu Kassenprüfern wurden Sabine Zinn und Frerk Allmers-Plump bestellt.

Dass sich die 1970 gegründete Kinderschutzbund-Ortsgruppe nicht nur zum größten Lobbyisten für Kinder in der Wesermarsch entwickelt hat, sondern auch zu einer bedeutenden Einrichtung mit vielfältigen Angeboten geworden ist, machte der von der stellvertretenden Geschäftsführerin Olga Harms vorgetragene Jahresbericht 2018 deutlich.

Getragen wird die Ortsgruppe nicht nur von 153 Mitgliedern, sondern auch von fast 30 haupt- und nebenberuflichen Mitarbeitern. Davon sind acht Teilzeit- und 18 Geringfügigbeschäftigte. Hinzu kommen zwei Absolventinnen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), Schulpraktikanten und eine Schülerin der Erzieherfachschule.

Aber auch der Kinderschutzbund leidet unter Fachkräftemangel. Wegen fehlender Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen musste zum Beginn des vergangenen Monats die 20 Jahre lang angebotene Hilfe zur Erziehung in Kinderhausgruppen auf Eis gelegt werden.

Von 105 Honorarkräften – fast alle Schüler – werden im laufenden Schuljahr 2018/19 rund 220 Mädchen und Jungen der Klassen 1 bis 10 an vier Nachmittagen in der Woche bei Lernförderung und Hausaufgaben betreut.

Servicebüro gefragt

Im Servicebüro sind im vergangenen Jahr 85 Anfragen nach Kindertagespflegepersonen bearbeitet worden. 31 Kinder in Nordenham wurden von „Tagesmüttern“ betreut. In Brake, wo das dortige Familien- und Kinderservicebüro ebenfalls von der Ortsgruppe Nordenham betrieben wird, waren es 52 Kinder. Beide Büros überreichten zusammen 62 Neugeborenen-Begrüßungspakete an die Eltern.

Der offene Bereich des Einswarder Kinderhauses „Blauer Elefant“ hatte in 2018 an 224 Tagen geöffnet. Die dortigen Bastel-, Sport-, Experimentier-, Koch-, Spiel- und Kreativangebote wurden von 6424 Mädchen und Jungen besucht. Im Durchschnitt waren 29 Kinder pro Öffnungstag in der Einrichtung.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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