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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Nordenhamer Setzt Auf Virtuelle Währung: 17-Jähriger will mit Bitcoins Konto aufbessern

27.03.2018

Nordenham Geldverdienen ohne hart dafür zu arbeiten – zugegeben, das hört sich zu schön an, um wahr zu sein. Doch Marvin Koch ist davon überzeugt, dass es geht. Der 17-Jährige hat recherchiert, sich informiert und kurbelt schon jetzt seine Karriere an, indem er kräftig die Werbetrommel rührt. Aber wofür denn eigentlich? Für Bitcoins!

Ein Bitcoin ist eine digitale Währung, die ohne Scheine oder Münzen auskommt und rein virtuell existiert. Durch die schwankenden Kurse war die sogenannte Kryptowährung jüngst immer wieder in den Medien.

Zuletzt durch einen großen Kurseinbruch. „Viele denken, das war jetzt der große Knall“, sagt Marvin Koch. „Aber die Währung ist erst 2009 an den Start gegangen. Es hat eineinhalb Jahre gedauert, bis ein Bitcoin überhaupt erst einen Wert von 10 Cent erreicht hatte“. Momentan liegt der Kurs bei mehr als 6000 Euro pro Bitcoin. „Das ist die größte Investitionsmöglichkeit“, ist sich Marvin Koch sicher.

Aus den Nachrichten

Der 17-Jährige hat die Kryptowährung Bitcoin über die Nachrichten kennengelernt. „Ich hab’ das gesehen und mich gefragt, was ist das eigentlich“, erzählt er. Da habe er angefangen, sich zu informieren. Hat sich Bücher und Hörbücher zum Thema besorgt. „Ich bin mit Leuten in Kontakt getreten, die davon leben“, sagt Marvin Koch. Der 17-Jährige besucht eine Berufsschulklasse in Brake, in der er seinen Hauptschulabschluss macht, aber gleichzeitig auch in das Berufsleben hineinschnuppert. „Ich koche total gerne. Wenn ich am Herd stehe, bin ich glücklich“, sagt Marvin Koch. Deshalb will er nach seinem Schulabschluss eine Ausbildung im Bereich Gastronomie absolvieren, erzählt er. Falls es mit den Bitcoins nicht klappt, hat er also einen Plan B.

Aber es gehe ihm auch gar nicht darum, mit Bitcoins reich zu werden, sagt der 17-Jährige, sondern darum, unabhängig zu sein. Die Renten reichen heute kaum noch zum Leben, meint er. „Das meiste Geld mit der Rente hat die Rentenkasse verdient“, sagt Marvin Koch. Viele Ältere müssten immer noch arbeiten, obwohl sie jahrelang in die Rentenkasse eingezahlt haben, kritisiert er. Im Gegensatz zur schrumpfenden Rente bleiben „die Bitcoins immer dein Besitz“, sagt er. Deshalb seien Kryptowährungen für ihn die beste Investition, betont Marvin Koch.

Die Familie stehe für ihn an oberster Stelle, sagt der 17-Jährige. Um später mehr Zeit für seine Familie zu haben, möchte er sein Einkommen mit der Kryptowährung erzielen. „Für Außenstehende ist das schwer zu verstehen“, räumt der 17-Jährige ein. Doch früher sei nicht unbedingt alles besser gewesen, sagt er. „Früher war einfach anders“, meint Marvin Koch. „Das Internet ist die Zukunft“, fügt er hinzu. Wer hätte vor 100 Jahren gedacht, dass die Menschen heute ganz einfach über soziale Medien wie Facebook und WhatsApp kommunizieren, argumentiert er.

Das sollte auch in der Schule unterrichtet werden, meint er. „Unser Schulsystem ist 30 bis 40 Jahre alt und noch nicht wirklich überarbeitet worden. Im Job brauche ich keine Kenntnisse über die Französische Revolution. Ich brauche rechtliche Basics, muss mich mit Steuern auskennen“, meint Marvin Koch.

Von 2017 bis jetzt habe die Kryptowährung Bitcoin einen Wertzuwachs von mehr als 600 Prozent verzeichnet. „Und es steigt und steigt und steigt“, sagt der 17-Jährige. „Die Profis verdienen damit ihr Geld, und wie sie das geschafft haben, erzählen sie auch noch jedem“, sagt Marvin Koch kopfschüttelnd.

Der Markt für Kryptowährungen werde auch in 100 Jahren noch bestehen, ist sich Marvin Koch sicher. Er ist davon überzeugt, dass es spätestens in 40 Jahren überhaupt kein Bargeld mehr geben wird. „Es ist doch kein Unterschied, ob ich es in der Tasche oder auf dem Konto habe“, sagt er. Schon heute werden Bitcoins und andere Kryptowährungen in 100 000 Geschäften akzeptiert. Auch bekannte Persönlichkeiten wie Bill Gates (Microsoft-Gründer) und Elon Musk (Paypal-Gründer) haben in Bitcoins investiert.

Wenn er 18 ist, denn erst dann darf er ins Bitcoin-Geschäft einsteigen, will er in Mining investieren, sagt Marvin Koch. Dabei kauft er Rechenkapazität, durch die neue Bitcoins freigesetzt werden. Die Bitcoins, die er dabei herausbekommt, würde er wiederum in andere Kryptowährungen investieren. „Der Gewinn müsste natürlich auch versteuert werden“, ist er sich bewusst.

Nur Internetzugang nötig

Mehr als einen Internetzugang brauche es nicht, um mit den Bitcoins Geld zu verdienen, ist er überzeugt. Er möchte gerne auch älteren Menschen zeigen, dass das Internet nichts Schlechtes ist, sondern man viel lernen kann. Es sei eine kleine Infomesse zum Thema Bitcoins geplant, doch dafür müsse er eine gewisse Anzahl an Zuhörern haben, damit er die Referenten gewinnen kann, sagt Marvin Koch. Wer Interesse hat, mehr über Bitcoins und andere Kryptowährungen zu erfahren, kann sich an Marvin Koch (Telefon 01525/91 51 460) wenden.

„Ich finde, man sollte jede Chance im Leben nutzen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist das daraus nichts wird. Dann bin ich aber an Erfahrung reicher. Hätte ich 2009 zehn Euro in Bitcoins investiert, wäre ich jetzt Millionär“, sagt Marvin Koch.Lesen Sie auch: Bitcoin-Spezial Profi und Neueinsteiger über Erlebnisse im Bitcoin-Dschungel

Die Kryptowährung Bitcoins


Der Erfinder

Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto, ein Pseudonym, hat die virtuelle Geldeinheit so konstruiert, dass bis zum Jahr 2140 insgesamt 21 Millionen Bitcoins im Umlauf sein sollen. Es können also nicht unendlich viele Bitcoins generiert werden. Denn „je weniger da ist, desto höher ist der Wert“, sagt Marvin Koch und zieht einen Vergleich zum Edelmetall Gold: Mal werde mehr, mal weniger geschürft, so gibt es auch hier – je nach Angebot und Nachfrage – Wertschwankungen.


Der Client

„Die Währung wird nicht kontrolliert. Es wird nur Platz dafür gegeben“, sagt Marvin Koch. Wer Bitcoins kaufen möchte, muss sich zunächst als Client, als Kunde, registrieren lassen und bekommt dann eine sogenannte Wallet, eine Art virtuelle Geldbörse, in der die Bitcoins abgelegt werden. Um ins Bitcoin-Geschäft einzusteigen, müssen Kunden mindestens 18 Jahre alt sein. „Sie gelten als Online-Unternehmer und müssen auf erzielte Gewinne natürlich auch Steuern zahlen“, sagt Marvin Koch. Sie können die Bitcoins entweder kaufen, oder durch Mining bekommen.


Das Mining

„Dabei kauft man Rechenkapazität. Die Bitcoins stecken in Blöcken. Die müssen geknackt werden, dadurch werden Bitcoins freigesetzt“, sagt Marvin Koch. Am ehesten lässt sich das „Knacken“ dieser Blöcke mit einem Computerspiel vergleichen, in denen der Held durch die virtuelle Welt läuft und Boxen, Vasen oder andere Behälter zerschlagen muss, aus denen dann Edelsteine oder hilfreiche Werkzeuge herausfallen – in diesem Fall werden die Boxen oder eben Blöcke mithilfe der Rechenkapazität, die genutzt wird, um die Verschlüsselung zu durchbrechen, geknackt und es fallen Bitcoins heraus. Die Clients, die Rechenkapazität gekauft haben, schließen sich zu einem Netzwerk zusammen. Mit der gesammelten Rechenkapazität werden die Blöcke bearbeitet. „Wenn der Block geknackt wird, werden die Bitcoins unter den Mitgliedern im Netzwerk aufgeteilt. Je mehr Rechenkapazität man gekauft hat, desto höher ist der Anteil“, erklärt Marvin Koch.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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