NORDENHAM - Der Mittagstisch im Mehrgenerationenhaus der Caritas war am Donnerstag besonders gut besucht. Zu den Gästen, die dort regelmäßig essen, gesellten sich die Vertreter von Mehrgenerationenhäusern aus ganz Weser-Ems. Die Nordenhamer Einrichtung, die in diesem Jahr die Moderatorenrolle für die Mehrgenerationenhäuser übernommen hat, hatte zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch eingeladen.
In ganz Deutschland gibt es 500 Mehrgenerationenhäuser, in Weser-Ems sind es 23. Die Nordenhamer Einrichtung ist in diesem Jahr das Sprachrohr für diese Häuser gegenüber dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der angeschlossenen Service-Agentur. Vom Bund werden die Häuser bezuschusst.
Wie die Geschäftsführerin des Caritas-Kreisverbandes, Henriette Eichner, mitteilte, ging es bei dem Treffen unter anderem um den dauerhaften Erhalt der Einrichtungen. Das Nordenhamer Haus bekommt einen jährlichen Zuschuss von 40 000 Euro. Alle Häuser müssen nach einer Anschubfinanzierung von fünf Jahren auf eigenen Beinen stehen. In Nordenham wird der Geldhahn Ende 2011 abgedreht. In vielen Häusern machen sich die Mitarbeiter zurzeit Gedanken darüber, wie sie den dauerhaften Bestand ohne staatliche Hilfe sicherstellen können. Das Thema Nachhaltigkeit war ein wichtiger Bestandteil der gestrigen Gespräche.
Übergeordnetes Thema waren allerdings die generationsübergreifenden Angebote“. Dazu hörten die Teilnehmer unter anderem einen Vortrag von Peter Plettenberg, dem Leiter der geriatrischen Abteilung an der Wesermarsch-Klinik. Darüber hinaus nutzten die Besucher die Gelegenheit, sich im Nordenhamer Mehrgenerationenhaus umzuschauen und sich einen Eindruck zu verschaffen, was hier in den zweieinhalb Jahren seines Bestehens schon alles auf die Beine gestellt wurde.
An dem Treffen nahm auch die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Zöllner teil. Sie machte deutlich, dass sie das Mehrgenerationenhaus für einen wichtigen Angelpunkt für die verschiedenen Generationen hält.
