NORDENHAM - „Karl Chaos“ bewirbt sich beim Ampeldienst der Puppenstadt. Doch er bekommt die Stelle nicht. Aus Frust darüber bringt er alle Ampeln der Stadt durcheinander und erzeugt so das reinste Chaos auf den Straßen. Dem Schwein „Ringel“ gelingt es jedoch, alles wieder in Ordnung zu bringen und den Übeltäter einzufangen. Zum Dank dafür wird es zum Polizei-Ampelexperten ernannt.

Auf diese Weise wurden die Schüler der ersten bis fünften Klassen der Schule am Siel für die Gefahren des Straßenverkehrs sensibilisiert. Uwe Wispeler von der Pädagogischen Puppenbühne der Polizei (PäPP) sorgte dabei dafür, dass die Kinder aktiv in das Geschehen eingriffen und trainierte mit ihnen dabei das richtige Verhalten an einer Verkehrsampel. Sein Kollege Jürgen Paul spielte derweil hinter den Kulissen die Puppen.

Nach den zwei Aufführungen am Mittwoch folgten am Donnerstag zwei weitere Aufführungen zum Thema Gewaltprävention, die an die älteren Kinder gerichtet war. Hier ging es besonders darum, dass Gewalt nicht nur physisch sondern auch mit Worten verursacht werden kann. Um das Aufgenommene besser verarbeiten zu können, bereiteten die beiden Polizisten den Stoff in den Klassen nach. Zudem fand ein Elternnachmittag statt.

Das PäPP-Team um Uwe Wispeler und Jürgen Paul kommt aus Wilhelmshaven und ist seit 16 Jahren mit seinen selbst geschriebenen Stücken im Gebiet der Polizeidirektion Oldenburg unterwegs, das sich von Cuxhaven bis nach Diepholz erstreckt. Das Prinzip des pädagogischen Puppentheaters habe sich bundesweit bewährt und werde von den Schulen gut angenommen, so Wispeler: „Für das nächste Jahr sind wir fast ausgebucht“, sagte er.