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Aktualisiert vor 6 Minuten.

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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Stadtentwicklung In Nordenham: Mobiler in der Stadt mit Mitfahrerbank?

13.03.2019

Nordenham Sollten in abgelegenen Bereichen des Nordenhamer Stadtgebiets sogenannte Mitfahrerbänke aufgestellt werden, um unzureichende Anbindungen durch den Bus-Nahverkehr aufzufangen und die Mobilität vor allem älterer und alleinstehender Bürger zu verbessern? Könnten davon auch Jugendliche und Familien profitieren, die sich kein Auto leisten können?

In Nähe Bushaltestellen

Stadtratsmitglied Horst Milotta (SPD) aus Ellwürden hat eine entsprechende Diskussion angestoßen. Er meint, solche Mitfahrerbänke könnten und sollten in der Nähe von Bushaltestellen im Nordenhamer Stadtgebiet installiert werden.

Im Sozialausschuss des Stadtrates hat Horst Milotta seinen Vorschlag vorgetragen und auf die Gemeinde Loxstedt verwiesen. Dort seien in Nähe von Bushaltestellen bereits Mitfahrerbänke aufgestellt worden – so in Dedesdorf, aber auch in Stotel. Darüber hinaus gebe es eine Mitfahrerbank in Bremerhaven-Wulsdorf.

Eine solche Bank mit dazugehöriger Beschilderung koste nur etwa 1000 Euro, so will Horst Milotta erfahren haben. „So etwas sollten wir auch in abgelegenen Orten Nordenhams wie zum Beispiel Phiesewarden installieren“, meint Horst Milotta.

Stadtratsmitglied Ernst Böning (CDU) aus Blexen verwies auf die Mitfahrerbank in Schwei. Horst Milotta sagte dazu, dieses Beispiel sei ihm nicht bekannt.

Zum Hintergrund: In Schwei in der Gemeinde Stadland haben engagierte Bürger vor zwei Jahren an der Bushaltestelle im Dorf eine Mitfahrerbank eingerichtet, auf der Bürger warten, bis sie von zufällig vorbeikommenden Autofahrern nach Rodenkirchen mitgenommen werden. Am Marktplatz in Rodenkirchen steht eine zweite Mitfahrerbank für die Rückfahrt bereit.

Dieses Angebot ist auf viel positive Resonanz gestoßen. Allerdings hat sich gezeigt, dass vor allem ältere Bürger anzweifeln, dass es mit der Rückfahrt von Rodenkirchen auch tatsächlich klappt. Deshalb wird die Mitfahrerbank in Schwei nicht in dem erhofften starken Maß genutzt.

Acht Bänke in Schortens

Ein Projekt „Mitfahrerbank“ ist im August 2018 in der Stadt Schortens im Landkreis Friesland gestartet worden – mit wetterfesten roten Bänken an acht Standorten im Stadtgebiet. Mithilfe von neben den Bänken hängenden Schildern können Wartende den Autofahrern ihren gewünschten Zielort im Stadtgebiet anzeigen. Vorbeifahrende Autofahrer haben so die Möglichkeit, auf den ersten Blick zu erkennen, ob sie das gleiche Ziel haben und können entscheiden, ob sie diesen Mitfahrer mitnehmen wollen.

Im Saarland gibt es bereits viele Mitfahrerbänke. Darüber hinaus könnten viele weitere Beispiele in Deutschland genannt werden.

Der Sozialausschuss des Stadtrates stimmte über den Vorschlag von Horst Milotta nicht ab, zeigte aber überwiegend positive Resonanz.

Ahmet Akdogan, Grünen-Fraktionsvorsitzender, plädierte ausdrücklich dafür: „Probieren kann man das auf jeden Fall.“

Einwände erhob Mustafa Sahin von der Wählerinitiative Nordenham (WIN). Seiner Einschätzung nach nimmt derjenige Bürger, der gerne eine solche Hilfestellung leisten möchte, auch ohne eine solche Bank einen an einer Bushaltestelle wartenden Mitbürger mit. Wer nicht bereit sei, einen Mitbürger mitzunehmen, werde das auch nicht tun, wenn eine Mitfahrerbank installiert ist.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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