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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Diese „Mädels“ sind heiß wie Frittenfett

24.01.2019

Nordenham „Ich weiß gar nicht, wie die Frauen das aushalten“, stöhnt Axel de Grave, als er in die hochhackigen Pumps schlüpft. Manchmal ist Theater auch Schmerz. So wie in dem neuen Stück des Theaters Fatale. „Ganze Kerle“ heißt es. Beim Finale zeigen sich vier dieser ganzen Kerle von ihrer femininen Seite. Neben Axel de Grave, der diesmal sächseln darf, bis die Ohren quietschen, sind das René Maréchal, Hans-Gerd Hansing und Olaf de Grave. „Ja, die Zehen tun schon ganz schön weh“, erzählt Axel de Grave.

Auch die Nylonstrümpfe, die ausgestopften BHs und die bunten Kleider sind gewöhnungsbedürftig. Aber es macht einfach einen höllischen Spaß, den Burschen zuzusehen, wie sie mehr oder weniger elfengleich auf der Theaterbühne tanzen. „Wir haben schon Tränen gelacht bei den Proben“, erzählt Regisseur Ulf Goerges. Das gilt auch für das tanzende Männerquartett selbst. Bei so viel Spaß lassen sich ein paar wunde Zehen natürlich locker verschmerzen.

Karten gibt’s in der NMT-Geschäftsstelle

18 Aufführungen sind im Güterschuppen des Theaters Fatale geplant. Die Termine: Donnerstag, 21. Februar (20 Uhr), Samstag, 23. Februar (20 Uhr), Sonntag, 24. Februar (17 Uhr), Freitag, 1. März (20 Uhr), Samstag, 2. März (20 Uhr), Freitag, 8. März (20 Uhr), Samstag, 9. März (20 Uhr), Sonntag, 10. März (17 Uhr), Freitag, 15. März (20 Uhr), Samstag, 16. März (20 Uhr), Sonntag, 17. März (17 Uhr), Donnerstag, 21. März (18 Uhr), Freitag, 22. März (20 Uhr), Freitag, 29. März (20 Uhr), Samstag, 30. März (20 Uhr), Sonntag, 31. März (17 Uhr), Donnerstag, 4. April (18 Uhr), Freitag, 5. April (20 Uhr).

Karten für das Stück gibt es im Vorverkauf zum Preis von 13 Euro in der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz.

Hinter den Kulissen: Regie: Ulf Goerges; Regieassistenz: Birgit Glückselig; Souffleusen: Sabine Müller und Birgit Blomenkamp; Choreographie: Sabine Carstens; Requisite: Marlies Strauch und Renate Repert, Frisuren: Vera Heinrich; Technik: Rolf Wilkens und Lukas Mendelssohn; Bühnenbau: Rolf Wilkens, Reinhard Koopmann und Harald Kruse. Für das Schminken der Schauspieler wird noch jemand gesucht.

Die vier Kerle namens Schorsch, Jan, Paul und Manuel haben noch vier Wochen Zeit, um sich an die hochhackigen Schuhe zu gewöhnen. Am Donnerstag, 21. Februar, steigt im Güterschuppen des Theaters Fatale die Premiere. In der Komödie von Kerry Renard geht es um vier Männer, die bei einem Paketdienst malochen. In der Nordenhamer Version des Stücks heißt er PDW (Paketdienst Wesermarsch). Die Männer machen ihren Job gerne. Als sie erfahren, dass die Tochter ihres Chefs Frank (Helge Schellstede) erkrankt ist, lassen sie sich etwas Besonderes einfallen, um zu helfen. Sie wollen eine Travestieshow auf die Beine stellen, um Geld zusammenzubekommen, das für eine Operation in den USA benötigt wird. Unterstützung bekommen sie von der Tanzlehrerin Elaine (Ulrike Schumann). Nach anfänglichen Schwierigkeiten beginnen die Männer nach Feierabend heimlich mit den Proben.

Der Aufwand, den die Fatalen betreiben, um das Stück auf die Bühne zu bringen, war selten so groß wie diesmal. Die Travestieshow am Ende soll ein Spektakel der Extraklasse werden. Zusätzlich zu den Proben fährt das Männerquartett deshalb regelmäßig zum Training nach Oldenburg. Dort hat sie die Tanzlehrerin Sabine Carstens unter ihre Fittiche genommen. Drei Stunden dauern diese schweißtreibenden Trainingseinheiten. Und die sind auch notwendig. Schließlich wollen die Fatalen keinen Männer-in-Frauenkleidern-Klamauk auf die Bühne bringen. Sie haben den Anspruch, ihrem Publikum eine fulminante Show zu bieten. Ulf Goerges ist schon jetzt begeistert von seinen „Mädels“, wie er sie nennt. „Die machen das richtig gut“, sagt er.

Der 62-jährige Stammregisseur der Fatalen freut sich auf jede einzelne Probe. Warum? „Weil ich sehe, dass hier alle richtig Bock haben.“ Das gilt auch für das Team hinter den Kulissen, das diesmal mehr Probleme lösen muss als üblich. „Allein schon bezahlbare Frauenschuhe in Größe 44 zu bekommen, war eine Herausforderung“, erzählt Regieassistentin Birgit Glückselig. Auch die Frauenkostüme gibt’s nicht von der Stange.

Anfang Dezember haben die Fatalen mit den Proben begonnen. Inzwischen haben sie das Pensum kräftig angezogen. Allein für diese Woche sind fünf Proben geplant. Und immer wieder heißt es: raus aus den Klamotten, rein in die Klamotten. Aber die fatalen „Mädels“ sind heiß wie Frittenfett – die Premiere kann kommen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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