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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Theater In Nordenham: Spielzeit in der Friedeburg startet mit einem Klassiker

07.11.2019

Nordenham Mit einem Drama von Friedrich Schiller startet am kommenden Mittwoch, 13. November, die Theater-Saison in der Nordenhamer Stadthalle Friedeburg. Die Burghofbühne Dinslaken führt ab 19.30 Uhr „Die Räuber“ auf. Einlass ist ab 19 Uhr.

Das Stück wurde am 13. Januar 1782 am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Das öffentliche Interesse war damals sehr groß, weil bereits die ein Jahr zuvor erschienene Druckausgabe großes Aufsehen wegen ihrer offenen Kritik am Feudalsystem erregt hatte.

Im Mittelpunkt des Dramas stehen die Brüder Karl und Franz. Beide verachten die alte Weltordnung ihres Vaters, und dennoch könnten sie unterschiedlicher nicht sein: Da ist Karl, der Ältere, vom Vater geliebt und gefördert, auf dem besten Wege, durch das Erbe reich zu werden und liiert mit einer tollen Frau, ein Gefühlsmensch und Lebemann. Und daneben ist Franz, weniger attraktiv, ohne Erbaussichten, frustriert und eifersüchtig. Natürlich will er all das, was Karl hat: Macht, Geld und Amalia. Und er ist nicht auf den Kopf gefallen. Er nutzt seinen kalten Intellekt, um eine raffinierte Intrige zu spinnen, durch die er Karl gegen den Vater ausspielt, bis dieser ihn verstößt.

Getrieben von einem starken Gefühl der Ungerechtigkeit in der Welt, wird Karl Anführer einer Räuberbande und zieht durch die Wälder, wo er plündert und mordet – alles unter dem Deckmantel einer Art Robin-Hood-Ideologie als moralische Absolution. Ein konkretes politisches Ziel verfolgt der Student dabei nicht – es gilt mehr ein politisches Unbehagen und eine persönliche Verletzung zu heilen. Karls Losung „Tod oder Freiheit“ lässt keinen Spielraum und zwingt alle Räuber zum Äußersten.

Erst als Karl in seine Heimat zurückkehrt, kommen die dreisten Lügen seines Bruders Franz ans Licht und ein blutiger Rachefeldzug nimmt seinen tragischen Lauf.

In „Die Räuber“ zeigt Schiller anhand des privaten Konflikts der Brüder zwei gesellschaftliche Radikalisierungsmuster: Franz instrumenteller Rationalismus und Karls blutiger Idealismus. In einer gemeinsamen Hoffnung auf eine bessere Welt befinden sie sich im permanenten Kriegszustand mit sich selbst und dem Gegenüber. Beide Wege führen zu Radikalität und Brutalität. So steht am Ende wie so oft die Frage: Wie konnte das passieren?

Die NWZ lädt wieder zur Teilnahme am Theaterquiz ein. Es gibt drei Freikarten zu gewinnen.


  
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