Nordenham - Die Praxis für ganzheitliche Physiotherapie von Dittmar Sprekelmann an der Walther-Rathenau-Straße muss schließen. „Aus gesundheitlichen Gründen“, wie es nüchtern heißt. Doch die Geschichte dahinter ist hoch emotional.
Es beginnt mit einem geplanten, krankheitsbedingten Ausfall von Dittmar Sprekelmann. „Er sollte am Herzen operiert werden, nach zwei Monaten Genesungszeit wollten wir eigentlich weiter machen“, erzählt Ehefrau Susanne Sprekelmann. Aber dann wacht Dittmar Sprekelmann aus der Narkose auf – und etwas stimmt nicht. „Es gab Komplikationen. Zwei Tage später musste er wieder in den OP“, insgesamt wird er innerhalb von sieben Wochen vier Mal operiert. Der Praxisbetrieb kommt zum Erliegen.
Ehefrau Susanne, die die administrative Arbeit der Praxis führt, bleibt an der Seite ihres Mannes, er liegt in Hannover. Erst wohnt sie im Hotel, später in günstigen Pensionen. „Wir hatten im Oktober 30-jähriges Praxisjubiläum, das haben wir um ein paar Tage verpasst“, sagt Susanne Sprekelmann. „Erst hatten wir die Hoffnung, dass wir es nachholen können“, aber jetzt ist klar: Das Paar muss die Praxis schließen.
„Wir wissen noch nicht, wie sich die Gesundheit meines Mannes entwickelt, und wie lange es dauert“, erklärt Susanne Sprekelmann. Die Praxis zu verkaufen, käme nicht infrage. „Das dauert zu lange, und Nachfolger findet man hier leider nicht so einfach.“
Jetzt sei die Gesundheit ihres Mannes die oberste Priorität. „Unser Ziel: Dass er in irgendeiner Form wieder arbeiten kann.“ Dass beide mit 58 und 59 Jahren eine Arbeit finden, daran glaubt sie mit Zuversicht.
Der Mietvertrag sei schon gekündigt. „Das Inventar verkaufen wir im Internet.“ Als Angestellte im eigenen Betrieb musste Susanne Sprekelmann auch sich selbst kündigen – fristgerecht zum 30. April. „Bis dahin finden auch noch alle Kurse in der Praxis statt“, betont sie. Und auch die Gutscheine werden noch eingelöst. Hierfür bittet sie um Terminabsprachen ab 15. Januar unter
