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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Ohne Ozeane wär’s ziemlich ungemütlich

15.09.2015

Nordenham Was würde eigentlich passieren, wenn es keine Ozeane gäbe? Rohan Henkel erklärte es den Kindern: Nachts würden die Temperaturen auf minus 180 Grad absinken, und tagsüber hätten wir Temperaturen von 180 Grad plus. So wie auf dem Mond. Die Ozeane haben also eine große Bedeutung für unser Leben. Diese Erkenntnis nahmen die rund 50 Jungen und Mädchen mit nach Hause, die am Montag die erste Vorlesung des Herbstsemesters der Veranstaltungsreihe Kiwi (Kinder wissen mehr) besuchten. Im Großen Hörsaal des Gymnasiums ging es um Meeresforschung.

Rohan Henkel arbeitet am Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg. Seinen Arbeitsplatz hat er in Wilhelmshaven. Als Ingenieur besteht sein Hauptaufgabengebiet darin, Sensoren zu konstruieren, die die Wissenschaftler für ihre Forschungen benötigen.

Den Kindern erklärte er, dass Wasser und das daraus entstandene Leben den Planeten einzigartig machen im Sonnensystem. Er erklärte ihnen, dass das Leben seinen Ursprung im Wasser hat und wie sich aus einzelnen Molekülen im Laufe von Abermillionen Jahren Molekülketten, Einzeller und schließlich komplexere Lebewesen entwickelt haben. Ein Prozess, der ohne Wasser als Energieträger unmöglich wäre. Die Ozeane moderieren das Klima. Sie sorgen dafür, dass auf der Erde ein im Vergleich zum Mond einigermaßen einheitliches Klima herrscht. Ein Klima, das Leben ermöglicht.

Rohan Henkel erzählte den jungen Kiwi-Studenten darüber hinaus, dass die Ozeane als Wirtschaftsfaktoren von großer Bedeutung sind. Sie bieten Nahrung, im Meeresboden gibt es Öl als wichtige Ressource, und sie dienen der Erholung. Auf die Frage, ob schon einmal jemand Urlaub an der Nordsee oder auf Mallorca gemacht hat, schnellten fast alle Finger in die Höhe. Nach den Worten von Rohan Henkel leben 50 Prozent der Weltbevölkerung nicht ohne Grund an der Küste.

Mit beeindruckenden Zahlen erläuterte der Referent den globalen Wasserkreislauf. Tagtäglich verdunsten 425 Milliarden Tonnen Wasser aus den Ozeanen. 385 Milliarden Tonnen fallen wieder als Regen in den Ozean. 40 Milliarden Tonnen transportieren die Wolken an Land. 71 Milliarden Tonnen verdunsten an Land. Und dort fallen am Tag 111 Tonnen Regen.

Auch auf die Geschichte der Meeresforschung ging Rohan Henkel ein. Robert Boyle sei der erste gewesen, der einen Zusammenhang zwischen Temperatur, Salzgehalt, Druck und Meerestiefe festgestellt hat. In die Reihe berühmter Meeresforscher stellte der Referent auch James Cook, der große Teile des Pazifiks bereist hat, und Charles Darwin, den Begründer der Evolutionstheorie.

Zum Schluss seines Vortrags stellte Rohan Henkel noch einige Forschungsschiffe vor, unter anderem die Polarstern, die ihren Heimathafen in Bremerhaven hat.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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