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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Nordenham

Persönliche Zuwendung ist ihre Stärke

13.02.2014

Phiesewarden Seit 40 Jahren engagiert sich Brigitte Spalenka in der evangelischen Kinderkirche. Seit 2009 ist sie zudem ehrenamtlich als Bordbesucherin für die Deutsche Seemannsmission in Nordenham tätig. Beides bereite ihr große Freude, sagt die 70-Jährige. Die pensionierte Grundschullehrerin will weitermachen, so lange sie gesund und fit bleibt. Sie betont aber ganz bescheiden: „Das alles ist wenig und nichts Überragendes. Zusammen genommen kann ich damit aber anderen Menschen vielleicht ein wenig Freude bereiten.“

41 Jahre Lehrerin

Geboren wurde Brigitte Spalenka in Kalisch in Polen. Aufgewachsen ist sie in Loccum bei Hannover. Nach dem Abitur in Stadthagen absolvierte sie ein Pädagogik-Studium in Hannover. Ihre erste Lehrerstelle trat sie in Friedrich-August-Hütte an – und blieb 41 Jahre bis zur Pensionierung im Jahr 2009.

Seit 1975 wohnt sie mit Ehemann Peter in Phiesewarden. Die beiden unternehmen sehr gerne Städtereisen in Europa. In diesem Jahr soll’s unter anderem nach Prag gehen, wo der Ehemann geboren wurde.

Brigitte Spalenka treibt gerne Sport – im Winter Gymnastik und Wassergymnastik, im Sommer Radfahren und Schwimmen. Als junge Lehrerin baute sie die Kinderkirche in Blexen auf. Danach initiierte sie Kindergottesdienste in Atens, anschließend in FAH mit der damaligen Kindergartenleiterin Elma Sucker.

Gemeinsam mit Ilse Schubert sorgte sie dafür, dass in FAH alles auch ohne Pastorin weiterlief, bis nach dem Wechsel von Katja Witte-Knoblauch Ende 2011 zur Landeskirche Braunschweig am 1. Oktober 2012 Anke Claßen als neue Pastorin ihren Dienst antrat.

Einschneidend war für Brigitte Spalenka ein sehr schwerer Verkehrsunfall im Alter von 25 Jahren. Sie befürchtete, ihr Augenlicht zu verlieren. Doch es blieben keine gesundheitlichen Schäden zurück. Sie sagte sich damals: „Wenn ich so überlebt habe, könnte es sein, das Gott noch etwas mit mir vorhat.“ Sie stellte fest: „Meine Stärke liegt darin, Kindern von Jesus und Gott zu erzählen und zu vermitteln, dass Gott jeden Menschen bedingungslos liebt.“

Ihr Vater war Küster und Fremdenführer im Kloster Loccum. Tieferen Zugang zum christlichen Glauben hat Brigitte Spalenka aber erst während des Studiums gefunden. Evangelische Theologie war ihr Hauptfach.

Die Kinderkirche bereitet ihr sehr viel Freude, auch weil sie in der persönlichen Zuwendung viel von den Kindern zurückbekommt.

Der Glaube gebe Kindern einen ganz starken Halt im Leben, sagt Brigitte Spalenka. „Sie sollten ganz viel über Jesus und Gott wissen. Sie können sich später im Leben immer noch dagegen entscheiden, aber wenn sie den Glauben nicht vermittelt bekommen, können sie sich nicht entscheiden.“ Für Brigitte Spalenka persönlich bedeutet der Glaube: „Ich fühle mich angenommen, geborgen und habe auch vor dem Sterben keine Angst.“

Auf Menschen zugehen

Weil sie gut auf Menschen zugehen kann, ist Brigitte Spalenka seit der Pensionierung im Jahr 2009 auch – gemeinsam mit Ehemann Peter – als Bordbesucherin der Seemannsmission tätig. Sie begrüßt Schiffsbesatzungen aus aller Welt an Bord der Schiffe, die im Nordenhamer Stadthafen und im Nordhafen festmachen.

Manchmal wollen die Besucher nicht mehr als den Hinweis auf das nächst gelegene Internet-Café. Manchmal geht es um persönliche Probleme. Zu Weihnachten überbringt die Seemannsmission eine Überraschungstüte als Geschenk und vermittelt Gottesdienste an Bord.

Diese Besuche sind Brigitte Spalenka sehr wichtig. „Eigentlich kann man den Menschen lediglich das Gefühl vermitteln, dass es jemanden gibt, der sich für sie interessiert und der zuhört, wenn sie ein Problem haben – aber das ist für Seeleute ganz wichtig, denn viele sind sechs Monate am Stück von ihrer Familie getrennt.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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