Nordenham - Der Frauentag solle Impulse setzen für die weitere Umsetzung der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte Karin Windheim-Czichon bei ihrer Ansprache im Mehrgenerationenhaus. Dort fand erstmalig eine Veranstaltung im Rahmen des Internationalen Frauentages unter der Leitung des Refugiums in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus statt.

Über 60 Gäste nahmen an den Tischen Platz. Die Leiterin des Hauses, Claudia Redmer, freute sich über die Aktion und plädierte für eine Wiederholung in den nächsten Jahren. Nach den Ansprachen wartete ein leckeres Buffet mit internationalen Speisen auf die Frauen und wenigen Männer. Für Unterhaltung sorgte die Tanzgruppe Grazia vom SV Nordenham, die mehrere indische und weitere Tänze in hübschen Kostümen zeigte. Anschließend las und sang die Nordenhamerin Edith Hedemann Texte von Frauen für Frauen.

„Die Vernetzung ist das A und O, wenn wir Einfluss nehmen wollen“, machte die Gleichstellungsbeauftragte deutlich und erhielt vollste Zustimmung von Zeliha Aikanat, Mitarbeiterin des Refugiums. Beide freuten sich, dass Vertreterinnen einiger Frauengruppen wie AFS, Frauen Union, der Linken und der Grünen vor Ort waren und gemeinsam den Frauentag begingen.

„Wir haben dieses Mal auf den geschichtlichen Rückblick verzichtet. Das Hier und Jetzt ist entscheidend“, sagte Zeliha Aikanat und wünschte sich, dass der Internationale Frauentag zur Selbstverständlichkeit für Frauen werde, der nicht mehr beworben werden müsse.

Als Mann wünsche er sich, dass die Gleichberechtigung endlich erreicht werde, sagte Nordenhams Bürgermeister Frank Francksen. Bei der Ämterbesetzung und im Lohnbereich gebe es da noch dringenden Nachholbedarf.

Die verschiedenen Aktivitäten im Mehrgenerationenhaus wie Hausaufgaben- und Urlaubsbetreuung, die Grundschulmensa oder das Kinderhotel ermöglichten den Müttern ein sorgenfreieres Leben und seien kleine Puzzlestücke, die letztendlich auch zum Ziel führen könnten, meinte die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Zöllner. Jeder einzelne müsse aber den Schalter im Kopf umlegen und sich nicht auf andere verlassen. „Lasst uns also weiterpuzzeln für mehr Gleichberechtigung“, forderte sie die Anwesenden auf.