Norderney - Das sogenannte „Geisterschiff“, das seit Montag auf Norderney gestrandete selbstgebaute Schiff eines alleinreisenden Skippers, soll jetzt schnellstmöglich vom Weststrand entfernt werden. Das teilte Norderneys Bürgermeister Frank Ulrichs jetzt in einer Pressemitteilung mit. Der Besitzer der „Wibo“ habe Ulrichs am Mittwoch im Rathaus aufgesucht und um Hilfe gebeten. Dieser habe seine Unterstützung angeboten. Zuvor hatte der Mann Hilfe von außen noch abgelehnt und wollte sich selbst um eine Lösung des Problems kümmern.

Seit Montag ist das „Geisterschiff“ auf Norderney zu sehen. Wie es dort wieder wegkommen soll, ist derzeit unklar.

VIDEO VON GESTRANDETEM BOOT Bergung des „Geisterschiffs“ auf Norderney wird zum Problem

Alexandra Meier
Norderney

„Das Schiff muss kurzfristig vom Strand runter, damit die Gefahr eines weiteren Verdriften bzw. eine Beschädigung der Küstenschutzanlagen gebannt ist“, lässt sich der Bürgermeister in der Pressemitteilung zitieren. Es gebe „eine vage Option, das Schiff mit Hilfe eines geeigneten Schleppers vom Strand ins Meer zu ziehen“. Dies sei aber von Wasserstand, Wind, Wellen, Uhrzeit und Zugkraft des Schleppers abhängig. Eventuell müsste auch eine Rinne gebaggert werden, die sich bei auflaufendem Wasser füllt und dem Schiff Auftrieb gibt. Der Bürgermeister teilte mit, diese Möglichkeit im Laufe der nächsten ein bis zwei Tage abschließend zu prüfen. Doch selbst im Falle einer positiven Prüfung müssten „noch die Ruderanlage und der Motor repariert werden, damit das Schiff dann schnellstmöglich seinen Heimathafen ansteuern kann“.

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Eine weitere Möglichkeit wäre die Bergung über Land. Laut Pressemitteilung habe sich Bürgermeister Ulrichs mit einem einheimischen Unternehmen getroffen, um diese Option zu erörtern: „Grundsätzlich müsste das möglich sein, allerdings ist das am Strand kein ganz leichtes Unterfangen“, so Ulrichs. An Land müsste das Schiff allerdings auch schnellstmöglich repariert werden. Diese zweite Möglichkeit wäre laut Bürgermeister für diesen Freitag angedacht.

Schließlich könnte die „Wibo“ auch zerlegt und verwertet werden. Der Eigentümer schließt dies nach Angaben der Stadt grundsätzlich nicht aus. Allerdings sollte diese Möglichkeit erst dann in Betracht gezogen werden, wenn eine Reparatur und ein Zuwasserlassen nicht möglich sein sollten.

Christian Schwarz
Christian Schwarz Online-Redaktion