BORKUM - Zwei orientierungslose Segler sind mit ihrem knapp zehn Meter langen Boot in der Nacht zu Donnerstag an der Küste von Borkum gestrandet. Die beiden Männer blieben unverletzt. Die Seenotleitung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) koordinierte die Suche nach den Wassersportlern, die zuvor einen 'Mayday'-Ruf (unmittelbare Lebensgefahr) abgesetzt hatten. Gegen 1.35 Uhr alarmierten die Segler die Seenotretter. 'Wir konnten nur noch verstehen, dass sie ihr Boot verlassen müssen, weil es aufgelaufen war und sie fürchteten, dass es von der See zerschlagen wird', berichtet Michael Haack, Vormann des Seenotrettungskreuzers Alfried Krupp, Station Borkum.
Der Rettungskreuzer nahm sofort Kurs auf. Die Segler reagierten auf Funkanrufe nicht mehr, sodass die Seenotretter schon mit dem Schlimmsten rechneten. Zunächst vermuteten sie den Havaristen nördlich des Hubergats auf der Hubertplate. Mehrere Fischkutter in der Nähe konnten allerdings kein Boot ausmachen. Danach wurde ein Hubschrauber der Marine eingesetzt. Das Boot befand sich rund fünf Seemeilen weiter östlich am Rand der Seehundbank Borkum. Einer der Fischkutter - an der Suche beteiligten sich die Kutter 'Martje', 'Jan Bruhns', 'Stiene Bruhns', 'Nordlicht', 'Wangerland' und 'Amisia' - entdeckte den Havaristen. Die Segler standen auf dem Sand. Die Marineflieger flogen sie zum Landeplatz nach Borkum. Das Segelboot musste aufgegeben werden.
