CAROLIENSIEL/HARLESIEL - In der Debatte um die weitere Entwicklung des Nordseebades Carolinensiel-Harlesiel (wir berichteten) hat sich nun auch Ortsvorsteher Eicke Cornelius zu Wort gemeldet. Er schlägt vor, dass zunächst ein einfacher Plan als Gesamtkonzept Wohnen und Gästebeherbergung in Carolinensiel-Harlesiel ausgearbeitet wird und dieses dann zur Abstimmung in den Stadtrat einzubringen. An diesem Konzept sollten der Marketingbeirat der Kurverwaltung und die Arbeitsgruppe Tourismusleitbild mitarbeiten.
'Es soll hier die Aussage entstehen, wie stark die Vermietung an Feriengäste in den jeweiligen Gebieten des Ortes geprägt sein soll', so Cornelius. Dabei müsse die Akzeptanz der Einheimischen und der Tourismusbranche im Vordergrund stehen. Cornelius: 'Es ist wichtig, das die berechtigten Sorgen der Bürger aus Carolinensiel-Harlesiel ernstgenommen werden'. Die ersten, richtungsweisenden Schritte seien im Tourismusleitbild verfasst worden.
Hans Hajo Janssen, Initiator eines Einwohnerantrages, hat die Kritik von Bürgermeister Rolf Claußen ('Pippi-Langstrumpf-Politik verhindert Ortsentwicklung') zurückgewiesen. Claußen habe zwar recht, wenn er auf eine positive Entwicklung des Ortes verschiedenen Punkten verweist (Cliner Quelle, Sielhafenmuseum, Wattkieker), etwa die Aufnahme in das Förderprogramm des städtischen Denkmalschutzes.
'All diese guten Elemente drohen aber ins Leere zu laufen, wenn Grundstücke ohne Bedarfsanalyse und ohne Vereinbarkeit mit dem Gesamtbild des Ortes teilweise gewissenlosen Investoren überlassen werden, die die Aura unseres Ortes ihrem spekulativen Gewinnstreben unterordnen', schreibt Hans Hajo Janssen.
