Carolinensiel - „Damit ist die Küstenlinie geschlossen“, hatte Kurdirektor Kai Koch auf die Einladung zur Veranstaltung geschrieben. Mit Carolinensiel sind jetzt alle Küstenorte im Landkreis Nordseeheilbäder – neben Neuharlingersiel und Bensersiel.

Aus welcher wirtschaftlich schwierigen Lage die Nordseebad GmbH kam, machte Claußen am Donnerstag noch einmal deutlich. Weder infrastrukturell noch finanziell war der Ort noch vor zehn Jahren auf Rosen gebettet. Im Gegenteil, die Cliner Quelle musste geschlossen und viel Geld in die Hand genommen werden. Dann wurde von 2013 bis 2015 ein Leitbild zusammen mit allen am Tourismus Beteiligten – auch den Bürgern – entwickelt und das hatte auch immer das Ziel der Nordseeheilbad-Prädikatisierung.

Die Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit werden eine immer wichtiger werdende Rolle spielen“, sagte May-Britt Pürschel, Leiterin des Referates Tourismus im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, die gestern die Urkunde überbrachte. Und auf diese Felder will die GmbH nun weiter aufbauen. „Wir werden uns immer wieder klar machen, dass diese Auszeichnung nicht dazu da ist, sich einfach darauf auszuruhen“, betonte Koch, der beiläufig erwähnte, dass es Planungen für den Bau einer psychosomatischen Klinik mit einem Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro in Carolinensiel gibt.

Mehr als ein Jahr hatte die GmbH an dem Aufgabenkatalog gearbeitet, um Nordseeheilbad zu werden. Dazu gehörten auch Gutachten zur Luftqualität.

Inga Mennen
Inga Mennen Thementeam Soziales