Langeoog/Baltrum - Nach dem Untergang einer Segelyacht zwischen den Inseln Baltrum und Langeoog sind am Donnerstagabend eine Seglerin und ein Segler im Alter von etwa 20 Jahren von einem Hubschrauber der Marine aus Seenot gerettet worden. Für einen dritten, gleichaltrigen jungen Mann gibt es keine Hoffnung mehr, teilte Antke Reemts, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. Er wurde leblos unter der Wasseroberfläche treibend aufgefunden. Sein Körper versank, als die Seenotretter versuchten, ihn aus der aufgewühlten See zu bergen. Das Unglücksopfer wurde bis Freitagabend nicht aufgefunden.
Gegen 18.45 Uhr war bei der Landrettungsleitstelle Ostfriesland ein schwer verständlicher Notruf von See eingegangen. Eine Handyortung deutete auf eine Position bei den Inseln Baltrum und Langeoog hin.
An der Suche, die durch extrem starken Seegang mit Wellenhöhen bis zu vier Metern, schlechter Sicht und einbrechender Dunkelheit erschwert wurde, beteiligte sich ein Großaufgebot an Seenotrettern: „Die Seenotrettungskreuzer „Eugen“ von Norderney, „Hermann Marwede“/Helgoland, die Seenotrettungsboote „Neuharlingersiel“/Neuharlingersiel, „Elli Hoffmann-Röser“/Baltrum und „Secretarius“/Langeoog sowie Hubschrauber von Marine, Wiking Helikopter Service, ADAC und viele weitere Schiffe haben das Gebiet weiträumig abgesucht“, sagt Vormann Heinz Steffens, Rettungsboot „Neuharlingersiel“. Die DGzRS band außerdem den Notschlepper „Nordic“ und das Mehrzweckschiff „Mellum“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie ein weiteres Schiff in die Suche ein.
Der Such- und Rettungshubschrauber der Marine fand dann kurz nach 21.30 Uhr die junge Seglerin und etwa eine halbe Stunde später einen weiteren Segler. Die beiden wurden aufgewinscht und ins Krankenhaus geflogen.
Die Wasserschutzpolizeistation Wilhelmshaven hat Ermittlungen aufgenommen.
Touristen finden Wrackteile am Strand
Seit dem tragischen Untergang des Segelbootes zwischen Baltrum und Langeoog am vergangenen Donnerstag, werden der Feuerwehr Baltrum immer wieder Wrackteile auf der Nordseite der Insel von Baltrumern und Touristen gemeldet.
Am Freitag und Samstag rückte die Feuerwehr Baltrum jeweils mit Ihrem Mehrzweckfahrzeug und zwei Mann Besatzung, zum Strand Richtung Ostende aus, um Wrackteile zu sichern.
Durch die aufgewühlte See, sind einige Teile angespült worden, welche eventuell von dem Unglück stammen. Sie wurden zur Abklärung der Polizei Übergeben. Das teilte die Feuerwehr auf Baltrum auf Sonntag mit.
