LANGEOOG - Die Deiche der Insel werden seit Anfang der Woche gemäht. Bruno Koptein und Frerk de Beer von der Mähkolonne des Betriebshofs Leybucht des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) unterstützen die Kollegen des Betriebshofs Langeoog um Meik Julius und haben Spezialfahrzeuge für den Einsatz auf den Deichen mitgebracht.

Zuerst war der Flinthörndeich an der Reihe, anschließend folgt der Ostdeich und dann der Sommerdeich nach Osten. Die Mahd wurde sofort gewendet und die Heusilage soll schnell in Ballen gepresst werden. Die lange Trockenheit ist für diese Arbeit günstig. Doch nach dem Schnitt wäre für den Aufwuchs Regen günstig.

Bei der Deichpflege fällt auch viel Handarbeit an, die vom Langeooger Team übernommen wird, denn an Zäunen, Toren, Mauern und Schildern können die großen Fahrzeuge nicht effektiv arbeiten. Hier wird mit kleinem Gerät gemäht und von Hand geharkt.

Der NLWKN führt auf Langeoog inzwischen nur noch eine Mahd im Juni durch, anschließend werden die Deichflächen gemulcht oder geschlegelt. Dafür darf das Gras nicht so hoch stehen wie jetzt. Diese Arbeit wird häufiger durchgeführt, die kurze Mahd bleibt dann auf den Deichen liegen und wirkt als natürlicher Dünger.

Wäre sie zu lang, würde die Grasnarbe, die für den optimalen Schutz der Insel vor Sturmfluten trocken und fest sein muss, erstickt und feucht.

Unter den Fahrzeugen befindet sich ein spezieller Böschungsmäher, der bei steilen Neigungen nicht kippen kann und dessen Motortechnik auf die ungewöhnlichen Neigungen ausgelegt ist. Die Geräte wurden für den Einsatz in den Bergen entwickelt und kommen aus dem Schwarzwald.

Der Fahrzeugpark ist neu, denn im Juli vergangenen Jahres brannte die Maschinenhalle am Leydeich in Neuwesteel komplett aus und auch die Maschinen der Mähkolonnen wurden zerstört.