LANGEOOG - 31 Bürgermeister aus ganz Niedersachsen sind zur Zeit auf Einladung des Niedersächsischen Städte und Gemeindebundes und des Niedersächsischen Studieninstituts NSI im Rahmen einer Exklusiven Dialogveranstaltung zum Thema Digitalisierung auf Langeoog zu Gast.

Zwei Tage lang informieren sie sich rund um die Themen 'mobiles Büro', die Nutzung der digitalen Medien für Recherche und eigene Statements, die Sicherheit von Daten in Cloud-Anwendungen, spontane Präsentationen und das neue EU-Datenschutzrecht. Als Referenten konnten Prof. Michael Koop (NSI), Dr. Marco Trips (NSGB) und Hardy Hessenius aus Westoverledingen, der als Consultant das Seminar 'Das rollende Bürgermeisterbüro' entwickelt hat, gewonnen werden.

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Langeoogs Kämmerin Cornelia Baller. Sie stellte die Inselgemeinde mit ihren Eigenbetrieben Schifffahrt und Tourismus-Service als größten Arbeitgeber der Insel vor, der durch die Insellage und die aufwendige Infrastruktur eines Urlaubsortes besondere Herausforderungen zu erfüllen hat. Als Beispiel nannte sie die Kläranlage, die trotz nur 1800 Einwohner auf 17000 Einwohnergleichwerte ausgelegt sei.

Jährliche Verluste der Kurverwaltung unter anderem durch die Gesundheitsreformen und ein Einbrechen der traditionellen Kuren hätten daher vor Jahren für eine finanzielle Schieflage der Gemeinde gesorgt, inzwischen seien durch Umstrukturierungen, Verkäufe und eine kapitalisierte Bedarfszuweisung die Liquiditätskredite aber auf Null gebracht worden. Es gelte aber noch einen großen Investitionsstau abzuarbeiten.

Aktuell werden die Anwendungsbereiche des Kur- und Wellness-Centers ins Erlebnisbad integriert und für das dann frei werdende Gebäude und das Haus der Insel ein Interessenbekundungsverfahren durchgeführt.

Die Teilnehmer nutzten natürlich auch die Gelegenheit, den Tagungsort selbst ein Stück weit kennenzulernen. Bei herrlichem Sonnenwetter standen eine Kutschfahrt über die Insel sowie ein Besuch des Golfplatzes auf dem Programm.