Langeoog - Langeoog geht beim Thema Küstenschutz gut vorbereitet in den Winter. Das ist das Ergebnis der diesjährigen Herbstdeichschau, die jetzt auf der Insel stattfand. Zur Delegation um Theo van Hoorn vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gehörten unter anderem für die Inselgemeinde Bürgermeisterin Heike Horn und Marc Sjuts, Ratsmitglied Jan Martin Janssen, Meik Julius vom NLWKN-Betriebshof Langeoog und Vertreter der Nationalparkverwaltung und von Umweltverbänden.
Sandfangzäune stärken die Dünen
Die Deiche seien in gutem Zustand, das gelte auch für die Sielbauwerke, die ebenfalls besichtigt wurden. Die Sandfangzäune vor den Dünen vor dem Pirolatal im Westen der Insel seien sehr erfolgreich eingesetzt worden. Der Dünenfuß sei hier deutlich gestärkt worden.
Das vorgespülte Sandreservoir sei ausreichend stark, um die Dünen in diesem Winter vor Sturmfluten zu schützen. An der Kante werde die Brandungsenergie aufgenommen und die Dünen so effektiv geschützt. Dass der Sandkörper dabei verbraucht werde, sie einkalkuliert.
Erkennbar sei, dass sich der gefährdete Bereich mit besonders niedrigem Strandniveau zur Zeit weiter nach Osten verschiebe. Hier habe es den größten Verbrauch des Sandsockels gegeben. Dies hänge mit den zur Zeit etwas weiter östlich als in den Vorjahren anlandenden Sandbänken des Riffbogens zusammen.
Gesprochen wurde auch über die jüngste Küstenschutzmaßnahme in 2020 und die Erfahrungen mit dem eingesetzten Verfahren.
Die Gemeinde der Insel Langeoog wies darauf hin, dass die 2017 von der dänischen Firma Rhode-Nielsen eingesetzte Technik deutlich verträglicher für den Tourismus gewesen sei. Entscheidend sei aber, dass die Insel effektiv geschützt und der Strand sicher sei. Die Fachleute hoffen nun auf einen glimpflichen Verlauf der Sturmflutsaison, sodass der vorgespülte Sandkörper möglichst lange vorhält.
