LANGEOOG/NORDEN - Die Jagdpächter der Ostfriesischen Inseln trafen sich in Norden-Norddeich zu einem Informationsaustausch über aktuelle Fragen zur Jagdausübung auf den Ostfriesischen Inseln.
Die besonderen Gegebenheiten durch den Nationalpark Wattenmeer und mögliche Veränderungen in der Jagdpolitik durch die neue Landesregierung standen im Mittelpunkt der Diskussion. Als Gäste waren von der Landesjägerschaft Niedersachsen der Geschäftsführer Dirk Schulte-Frohlinde und Justiziar Clemens Hons vertreten. Auch die Vertreter der Landkreise Aurich, Wittmund und Leer sowie die Vorsitzenden der Jägerschaften Norden, Aurich, Leer und Friesland waren zum Treffen gekommen. Jede Insel war mit zwei bis vier Pächtern vertreten, für Langeoog waren Rüdiger Schmidt, Andreas Stolle und Hartmut Börgmann angereist. Alle Teilnehmer betonten die gute Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Wilhelmshaven, den zuständigen Landkreisen und dem Niedersächsischen Landesamt für Wasserwirtschaft-, Küsten- und Naturschutz. Die unentgeltlichen Schutzanstrengungen bei der Bergung kranker Seehunde, die Beteiligung der Inseln am EU-Life-Projekt 'Wiesenvogelschutz in Niedersachsen' und die Unterstützung des Küstenschutzes durch die Kaninchenbejagung wurden hervorgehoben. Vor dem Hintergrund dieser engen Kooperation sehe man keinerlei Notwendigkeit für weitere Einschränkungen der Jagdausübung – widerstandslos hinnehmen werde man solche nicht. Als erstes Ergebnis des Treffens wurde die Einrichtung des Arbeitskreises 'Ökologische Inseljagd und Küste' beschlossen. Einigkeit herrschte darüber, dass die Jägerschaften des Festlands intensiv in die Arbeit eingebunden werden, da der 'Lebensraum Küste' nur als Ganzes betrachtet werden kann.
