Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Feuerwehren Norderney und Langeoog An der Wand muss jeder Handgriff sitzen

Langeoog/Norderney - Zu einer Multiplikatorenschulung für Atemschutzgeräteträger zum Einsatz des Texport IRS, eines in die Schutzkleidung der Retter integrierten Haltegurtsystems mit Rettungsschlaufe, sind am vergangenen Wochenende Sicherheitsberater und Ausbilder Frank Schubert sowie drei Einsatzkräfte der Feuerwehr Norderney zu ihren Kameraden auf Langeoog aufgebrochen. Für Langeoog nahmen Annika Philipp, Wolfgang Peters und Olaf Kratt teil.

Sollte die Feuerwehr in einem Einsatzfall in der Höhe arbeiten müssen, zum Beispiel auf Leitern oder Dächern, ist es zum Eigenschutz zwingend notwendig, sich vor einem möglichen Absturz zu sichern, erklärt Eilbertus Stürenburg, Pressewart der Feuerwehr Norderney.

Oft bleibt nur der Notausstieg aus einem Fenster

Atemschutzgeräteträger sind im Ernstfall die ersten Einsatzkräfte, die in ein brennendes Haus gehen, um nach eingeschlossenen oder verletzten Personen zu suchen. Ist für sie durch die Flammenentwicklung der Rückweg abgeschnitten, bleibt oft nur der Notausstieg aus einem Fenster. In der Regel nutzen Feuerwehreinsatzkräfte dafür ihren Feuerwehrgurt, der über der Schutzkleidung getragen wird“, so der Pressewart.

Für den Einsatz des neuen Gurtsystems ist ein Schulung erforderlich.

Für den Einsatz des neuen Gurtsystems ist ein Schulung erforderlich.

Im Rahmen einer Neubeschaffung von Schutzkleidung für die Feuerwehr habe man deshalb gleich die Chance genutzt, in den Jacken ein Gurtsystem zu integrieren. Das habe gleich mehrere Vorteile, so Stürenburg: „Mit diesem System kann sich jeder Feuerwehrmann sichern oder sichern lassen. Für die Atemschutzgeräteträger eröffnet sich die Fluchtmöglichkeit, sich selber abzuseilen.“

Einweisung durch autorisiertes Personal

Damit Feuerwehrkräfte dieses Gurtsystem im Ernstfall sicher einsetzen können, sei eine Einweisung durch autorisiertes Personal zwingend erforderlich. „Jeder Handgriff muss sitzen. Übungen unter realen Bedingungen sind daher sehr wertvoll“, so Ausbilder Frank Schubert.

Da die Inselfeuerwehr Langeoog in ihrer Schutzkleidung ebenfalls mit diesem Gurtsystem ausgestattet ist und dort schon ein Lehrgang geplant war, haben sich die drei Kameraden von Norderney eingeklinkt und sich zu Multiplikatoren fortbilden lassen. Auf dem Lehrplan standen neben einer theoretischen Einweisung auch praktische Übungen wie das Abseilen über die Häuserwand.

„Nach dieser erfolgreichen Schulung können sich nun die übrigen Feuerwehrleute auf Norderney durch diese drei Kameraden in ihre Gurtsysteme einweisen lassen“, heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr Norderney.

FEUERWEHR Neuer Rüstwagen meistert ersten Härtetest mit Bravour

Esens
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake