Langeoog - Der Rat Langeoog hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag mit dem Bau von Mietwohnungen auf ehemaligen Internatsgelände befasst. Bei der Planung soll jetzt die Kanzlei Görg aus Hamburg helfen. Das hatte der Verwaltungsausschuss beschlossen.
Arbeitsgruppe
Bei einem Treffen der Arbeitsgruppe aus einzelnen Mitgliedern von Rat und Verwaltung mit der Kanzlei, hat letztere laut der Sitzungsvorlage Vorschläge gemacht. Der anvisierte Baustart im Herbst 2023 sei demnach ein schwer zu erreichendes Ziel. Dafür müssten das Ausschreibungsverfahren für den Projektmanager beschleunigt und die Ausschreibungen für Planungs- und Bauleitungen parallel erfolgen. Die Kanzlei hat demnach vorgeschlagen, dass die Bieter ihre Ideen präsentieren. Der beste Bieter würde dann den Rahmenvertrag und den Auftrag für den Mietwohnungsbau bekommen. Die Kanzlei empfiehlt außerdem serielle oder modulare Bauweise.
Bei serieller Bauweise werden die Gebäude zumindest zum Teil in einem Werk vorgebaut und dann an die Baustelle gesetzt. Beim modularen Bauen werden etwa Fassaden aus fertigen Modulen zusammensetzt. Bei dem Arbeitstreffen sind der Vorlage zufolge Eckdaten eines Wohnraumkonzeptes aufgestellt worden.
Der Rat stimmte einstimmig dafür, mit den Ausschreibungen für die Rahmenverträge und Bauprojekte entsprechend der Unterlagen von Kanzlei Görg zu beginnen. Außerdem soll das Wohnraumkonzept ebenfalls gemäß der Ideen der Kanzlei in serieller Bauweise umgesetzt werden.
Wie die Aufteilung von arbeitgeberabhängigen und -unabhängigen Wohnraum am Ende aussehen wird, sei noch offen, teilte Ratsmitglied Uwe Garrels mit – angestrebt würden 25 Prozent sozialer Wohnungsbau und 50 Prozent Wohnungen für mittlere Einkommen.
Finanzierung schwierig
Schwierig sei die Finanzierung. Laut Kämmerin Claudia Baller sind bislang drei Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Es gebe die Möglichkeit eines Darlehens bei der N-Bank. Solle diese Projekt aber angegangen werden, müsse an anderer Stelle gespart werden.
