Langeoog - Wenige Minuten konnte sie sich noch auf wackeligen Beinen halten, als sie schwer verletzt und blutend am Polderweg aus Langeoog gesichtet wurde, dann brach sie zusammen. Bereits zum dritten Mal innerhalb von nur zwei Monaten ist jetzt ein Reh im Bereich Polderweg zum Opfer von Hundeattacken geworden.

Gemeldet wurde das verletzte Tier am Sonntagnachmittag sofort nach Sichtung bei Jagdleiter Hartmut Börgmann, der so starke Verletzungen feststellen musste, dass er das leidende Tier von seinen Qualen erlösen musste.

Dass die vielen Bisswunden von einem Hund stammten, konnte der erfahrene Jagdleiter an den Verletzungen erkennen. Es sei unbegreiflich, dass Hundebesitzer ihre Tiere nicht beaufsichtigen, sondern frei laufen lassen und dadurch solche Wildrisse in Kauf nehmen, ärgert er sich. In diesem Falle hatte das gejagte Reh nicht nur versucht, sich selbst vor dem Hund zu retten, denn es war tragend. Und so fiel auch sein Ungeborenes dem Hundeangriff zum Opfer.

Manchmal würden auch Hunde ein Wild reißen, die so etwas normalerweise nie tun, die dann aber doch einmal zubeißen oder schnappen, weil sie sich erschrecken und weil der Reiz doch das eine Mal zu groß sei oder ein anderer freilaufender Hund dazu animiere.

Ein Dank gelte deshalb allen Hundebesitzern, die dieses Risiko nicht eingehen und ihre Tiere außer Haus angeleint lassen. Der Jagdleiter des Langeooger Jagdvereins, Hartmut Börgmann, bittet auch alle anderen Hundebesitzer: „Bitte lassen Sie Ihre Hunde nicht unangeleint laufen.“