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NWZonline.de Region

Neue Offshore-Plattform vor Norderney: Strom für eine Million Haushalte

06.09.2022

Emden /Aurich /Oldenburg Die Energiewende geht vielen zu langsam, aber sie kommt: Ein weiterer Schritt zum Ausbau regenerativer Energien ist der Bau der neuen Netzverbindung Dolwin6, die Strom von Windparks auf der Nordsee an Land bringt. Der Netzbetreiber Tennet meldete am Montag den Abschluss der Installation der neuen Konverterstation etwa 45 Kilometer von der niedersächsischen Küste in Höhe der Insel Norderney.

Dolwin6 werde „die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa weiter stärken“, teilte Tennet mit. Die „dringend nötige europäische Energieunabhängigkeit“ werde durch die für 2023 geplante Aufnahme der Stromlieferung vorangetrieben. Nach Angaben des Unternehmens kann die 900 Megawatt starke Verbindung rechnerisch mehr als eine Million Haushalte mit grünem Strom versorgen. Dolwin6 ist bereits die 13. Offshore-Anbindung von Tennet in Deutschland.

Technische Superlative

Die technischen Herausforderungen im Offshore-Bereich sind enorm: Die neu errichtete Plattform Dolwin kappa gründet auf Pfählen, die bis zu 68 Meter tief in den Meeresboden gerammt wurden. Die Plattform selbst ist nach Unternehmensangaben 82 Meter hoch; sie ragt etwa 53 Meter über die Wasseroberfläche. Für die Arbeiten war das mit mehr als 380 Metern Länge größte Arbeitsschiff der Welt, die „Pioneering Spirit“, im Einsatz. Die neue Plattform entsteht in Nähe der bestehenden Plattform Dolwin beta, beide Plattformen werden über eine Brücke miteinander verbunden.

Die Konverterstation wandelt den auf See gewonnenen Drehstrom in Gleichstrom um. Ein etwa 45 Kilometer langes Seekabel transportiert den Strom zum Festland bei Hilgenriedersiel (Landkreis Aurich). Ein Erdkabel führt über weitere 45 Kilometer nach Emden, wo in einer Konverterstation der Gleich- wieder in Drehstrom umgewandelt und ins Hochspannungsnetz eingespeist wird.

Ökologische Kritik

Die Bauarbeiten für Off­shore-Anlagen sind aus ökologischen Gründen umstritten. Der Naturschutzbund Nabu kritisiert die Belastung durch Rammarbeiten für Schweinswale und andere Meerestiere. Das Weltnaturerbe Wattenmeer werde durch die Seekabel massiv belastet. Tennet betont, die neue Konverterstation sei „aufgrund eines innovativen Designs kleiner“ als die bisherigen. Dies spare „wichtige Ressourcen“. Die Leistung von 900 Megawatt der neuen Trasse entspreche dem aktuellen Standard, erläuterte ein Sprecher. Geplant seien deutlich leistungsstärkere Verbindungen. Ab Ende der 2020er Jahre will Tennet Verbindungen für Offshore-Strom mit einer Übertragungsleistung von zwei Gigawatt bauen.

Tennet unterhält mit 6600 Beschäftigten nach eigenen Angaben rund 24 500 Kilometer Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland.

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Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
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Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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