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NWZonline.de Region

Offizier zur napoleonischen Zeit

18.05.2013

Graf von Wedel wurde 1790 in Magdeburg geboren. Sein Vater, Erhard Gustav, geboren 1756 auf Schloss Evenburg bei Leer, war der zweitälteste Sohn von Anton Franz, Graf von Wedel, Herr zu Gödens und Evenburg (1707-1788). Erhard Gustav war in preußische Militärdienste getreten. Er heiratete 1789 Christine von Goetz, als er in Magdeburg in Garnison war. Dort wurde ein Jahr später Carl Anton Wilhelm Graf von Wedel geboren. Die erste Schulzeit verlebte er in Osnabrück, wohin sein Vater versetzt worden war, danach besuchte er die Stadtschule und die Gelehrtenschule im Kloster Unserer Lieben Frauen in Magdeburg. Anschließend kam Carl Graf von Wedel auf das Pädagogium in den Franckeschen Stiftungen in Halle/Saale. Nachdem sein Vater zur Garnison in Hildesheim versetzt worden war, besuchte der Sohn das dortige Gymnasium Andreanum.

Clemens August erbt

Im Jahre 1806 zog sein Vater mit seinem Regiment in den Krieg gegen Napoleon. In Lübeck wurde er mit dem ganzen Korps unter Blücher gefangen genommen und auf sein Ehrenwort, dass er vor einem Friedensschluss nicht mehr gegen Frankreich kämpfen würde, entlassen. Dadurch geriet der Vater in finanzielle Schwierigkeiten. – Als im Jahre 1788 Anton Franz von Wedel verstarb, erbte sein Vermögen mit den Herrlichkeiten Gödens und Evenburg dessen erstgeborener Sohn Clemens August. Der zweite Sohn von Anton Franz, Erhard Gustav, der Vater von Carl Anton Wilhelm Graf von Wedel, wurde mit einigen tausend Talern Kapital und einer Apanage von 800 Talern abgefunden. Mit der Entlassung aus preußischen Diensten entfie-len seine laufenden Bezüge. Erhard Gustav Graf von Wedel trat nun, hauptsächlich aus finanziellen Gründen, in die Dienste des Königs von Holland.

Unterdessen begann Carl Anton Wilhelm Graf von Wedel (in folgendem Graf von Wedel genannt) ein Jurastudium in Göttingen, das er in Utrecht fortsetzte. 1810 schloss er sein Studium ab. 1811 traf er seinen Vater – zum letzten Mal vor dessen Ableben – in Evenburg. Der Vater hatte vorher in Paris versucht, für seinen Sohn eine Anstellung im französischen Zivildienst zu bekommen. Doch Napoleon selbst lehnte dies ab; er wollte Graf von Wedel nur in seinen Militärdienst aufnehmen. Daraufhin meldete sich Graf von Wedel 1811 bei einem Regiment in Hamburg, dessen Offizierskorps aus Offizieren der französisch-deutschen Legion bestand, die in Spanien einge-setzt worden war und dort große Verluste erlitten hatte. Das Regiment wurde in Hamburg aufgefüllt und auf den früheren Personalstand gebracht.

Erlebnisse veröffentlicht

Über die nun folgende Zeit beim Militär – den Krieg gegen Russland 1812, seine Zeit in russischer Kriegsgefangenschaft 1813/1814 und den Feldzug gegen Napoleon 1815 – hat Graf von Wedel Aufzeichnungen hinterlassen.

Sie wurden von seinem Sohn, Ernst Graf von Wedel, unter dem Titel „Geschichte eines Offiziers, Lebenserinnerungen von Carl Anton Wilhelm Grafen von Wedel“ 1897 im Verlag von A. Asher & Co., Berlin, veröffentlicht.

Nachdem Graf von Wedel sich im Jahre 1811 in seinem Regiment zunächst mit dem Militärdienst vertraut gemacht hatte, insbesondere dem Exerzieren zu Pferde, wurde er als Offizier in das Regiment eingestellt. Im Februar 1812 erhielt das Regiment den Befehl, nach Polen zu marschieren. Der Zug dauerte vom 20. Februar bis zum 10. April 1812. Von Polen aus ging es weiter durch Ostpreußen bis nach Gumbinnen nahe der

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