OHMSTEDE - OHMSTEDE/LR - Zum Gedenken an die ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Oldenburg wird heute um 17 Uhr am Mahnmal zur Zwangsarbeit auf der Mahn- und Gedenkstätte des Friedhofs Oldenburg-Ohmstede an der Rennplatzstraße ein Kranz niedergelegt. „Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, daran teilzunehmen“, sagt Kulturdezernent Martin Schumacher.
Das größte Sammelgrab für Opfer der Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg befindet sich in Oldenburg auf dem Friedhof in Ohmstede. Anlässlich des Besuchs überlebender Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Mai 2004 schufen fünf Schülerinnen der Fachoberschule Gestaltung der BBS II, unterstützt von ihren Lehrern Jens Hansen und Rolf Künzel, ein Mahnmal (die NWZ berichtete). Im Beisein ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Polen und der Ukraine wurde das Mahnmal am 8. Mai 2004 unter Anteilnahme vieler Oldenburger Bürgerinnen und Bürger eingeweiht.
Einige der Gäste hatten in der Oldenburger Zwangsarbeit Familienangehörige und Freunde verloren, die im Ohmsteder Sammelgrab beigesetzt sind. Seit Januar 2005 verdeutlichen Informationstafeln in deutscher, russischer, ukrainischer und polnischer Sprache den Sinn des Mahnmales.
