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Versorgungssicherheit in der Region Warum Tennet die Stromautobahn bei Ganderkesee eher in Betrieb nimmt

Vom Umspannwerk in Schlutter geht die 380-kV-Leitung unter die Erde: Die beiden Pressereferenten Maximilian Rühl und Peter Hilffert sowie „Umspannwerk-Hausherr“ Stefan Loos (von links) am Beginn der rund 61 Kilometer langen Verbindung nach St. Hülfe.

Vom Umspannwerk in Schlutter geht die 380-kV-Leitung unter die Erde: Die beiden Pressereferenten Maximilian Rühl und Peter Hilffert sowie „Umspannwerk-Hausherr“ Stefan Loos (von links) am Beginn der rund 61 Kilometer langen Verbindung nach St. Hülfe.

Thorsten Konkel

Ganderkesee - Die derzeit auch geopolitisch erforderliche rasche Abkehr von fossilen Energieträgern zur Stromerzeugung zugunsten einer solchen durch Energie aus erneuerbaren Quellen stellt auch die Stromnetze vor neue Herausforderungen. Gerade im Nordwesten ist das bestehende Leitungsnetz historisch bedingt nicht auf die neuen Anforderungen durch Photovoltaik und Windkraft ausgelegt. Statt einer „Stromautobahn“ sind es oft nur „Feldwege“, über die die dringend benötigte Energie verteilt wird. Da kommt es aus Sicht der Versorgungssicherheit gelegen, dass sich die neue 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Ganderkesee und St. Hülfe bei Diepholz ihrer endgültigen Inbetriebnahme nähert.

Energiesicherheit

Denn, wo es früher Strom aus einzelnen Großkraftwerken zu transportieren galt, müssen heute zunehmend dezentral erzeugte Strommengen nicht nur weiter transportiert, sondern auch verteilt werden.

Einen ersten Stromkreis der Trasse, die das Übertragungsnetz verstärken soll, hat der Bauherr und Übertragungsnetzbetreiber Tennet jetzt vorab in Betrieb genommen. Das berichtet Maximilian Rühl, bei Tennet Referent für Bürgerbeteiligung. Die vorgezogene Teil-Inbetriebnahme sei ein Beitrag zur Sicherung der Stromversorgung in der Region und stabilisiere das Stromnetz.

Die Gesamtinbetriebnahme der Höchstspannungsverbindung sei für den Sommer 2023 geplant, bis dahin stünden noch letzte Elektromontagearbeiten an, auch werde das Umspannwerk weiter eingegrünt, dazu gehören auch Kompensationsmaßnahmen wie etwa Aufforstungen.

Stromautobahn nötig

Der nun so gut wie vollendete Leitungsbau durch die Gemeinde Ganderkesee wird nicht der letzte sein: Neben dem inzwischen ebenfalls aufgerüsteten Umspannwerk Ganderkesee in Schlutter muss nämlich auch bei der Übertragungskapazität der 380-kV-Höchstspannungsleitung von Elsfleth nach Ganderkesee (mit Abzweig nach Niedervieland in Bremen) zur leistungsfähigen „Stromautobahn“ ausgebaut werden. Die aktuell aus Richtung Norden zum Umspannwerk führende Höchstspannungsleitung reicht angesichts immer größerer Mengen an Windenergie ebenfalls nicht mehr aus. Die Folge: ein Ersatzneubau der Leitung in den Landkreisen Wesermarsch und Oldenburg, und zwar ab der Schaltanlage Elsfleth/West. 

Verfahren läuft

Die Bundesnetzagentur leitet auf Basis des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) das Verfahren und entscheidet letztlich über den tatsächlichen Verlauf der Höchstspannungsleitung.

Über den aktuellen Planungsstand informiert eine interaktive Karte auf der Tennet-Homepage im Bereich Projekt Elsfleth/West – Ganderkesee mit Abzweig Niedervieland.

Thorsten Konkel
Thorsten Konkel Redaktion Ganderkesee
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