Wardenburg - Die große 750-Jahr-Feier der Gemeinde Wardenburg am vergangenen Wochenende – vor allem am Sonntag – hat gezeigt: Die Wardenburger haben wieder Lust auf große Feste nach der langen und entbehrungsreichen Corona-Pandemie. Da stellt sich die Frage: Gibt das genügend Motivation und Schwung, in Wardenburg das traditionsreiche Cityfest wiederzubeleben? Das letzte fand im Jahr 2019 statt.
Auswertung
„Dazu können wir zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nichts sagen“, so Oliver Bremer vom Gemeinde Wardenburg Marketing Forum (GWMF), der viele Jahre lang Kopf der Cityfest-Organisationsgruppe war. „Wir müssen uns jetzt erst einmal zusammensetzen und die Jubiläumsfeier auswerten, um alle Erfahrungen zusammenzutragen, die vielleicht für kommende Veranstaltungen wichtig sind“, erklärt Bremer. Fest steht für ihn: „Es muss künftig etwas geben in Wardenburg. In welcher Art und Weise wissen wir allerdings noch nicht.“
In jedem Fall habe ihm das Jubiläumswochenende, das Bremers Schätzung nach insgesamt bis zu 8000 Menschen besucht hätten, gezeigt: „Seit 2019 hat sich durch Corona und den Ukraine-Krieg im Veranstaltungsbereich alles um 180 Grad gedreht.“ Nicht nur die Kosten seien erheblich gestiegen, auch die Auflagen seitens der Behörden. Fehlendes Personal spiele ebenfalls eine Rolle.
Nichts ohne Sponsoren
Dass die Menschen nicht mehr so viel Geld für Kultur übrig haben, mag auch der Grund dafür gewesen sein, dass die Veranstaltungen der 750-Jahr-Feier mit Eintritt trotz moderater Preise hinter den Erwartungen der Veranstalter zurückgeblieben sind. Hingegen waren die kostenlosen Angebote am Sonntag und das Rockkonzert für Kinder am Samstagvormittag, für das im Vorfeld über 1200 Freikarten verteilt wurden, sehr gut besucht. „Veranstaltungen wie die beiden Party-Abende und der Auftritt von Annie Heger gehen einfach nicht ohne Eintritt“, stellt Bremer klar. „Ohne die vielen Sponsoren hätten wir auch das nicht hinbekommen.“
Der Vorteil eines Eintritts mit Einlasskontrolle sei zudem, dass man die Sicherheit besser gewährleisten könne, ergänzt Hendrik Müller von der Gemeinde Wardenburg, der zusammen mit Oliver Bremer das Wardenburg-Jubiläum maßgeblich koordiniert hat. Nicht zuletzt der Wardenburger Sicherheitsfirma und der starken Polizeipräsenz sei es zu verdanken, dass das ganze Wochenende so friedlich verlaufen sei.
Die Vorbereitungen für das Jubiläum haben den Verantwortlichen einiges abverlangt. Das wurde auch schon im Vorfeld des Festes gewürdigt: Am Mittwoch gab es ein dickes Lob von Bürgermeister Christoph Reents und vom gesamten Ausschuss für Wirtschaft und Kultur.
