Jeder Mensch hat seine Eigenheiten, Chefs wahrscheinlich andere“, meinte Wildeshausens scheidender Bürgermeister Franz Duin gestern beim Stadtempfang im Rathaus. Er bedankte sich damit bei Margret Westphale, die ihm als Sekretärin die sieben Jahre an der Spitze der Verwaltung zur Seite stand. Sie besitze „Nerven wie Drahtseile“, wenn es terminlich drunter und drüber gehe und finde immer den guten Ton. „Was Menschen wie Frau Westphale im Sekretariat zu bewältigen haben, vermag nur derjenige zu ermessen, der tagtäglich mit ihr zu tun hat.“ Duin dankte Westphale mit Blumen (kleines Bild) für ihre hervorragende Arbeit und das hohe Verantwortungsbewusstsein für die Aufgaben eines hauptamtlichen Bürgermeisters. Auch Verschwiegenheit gehöre zu diesen Tugenden. Für Westphale war Duin der
vierte Verwaltungschef. Mit Dr. Kian Shahidi folgt Nummer 5.
Zwar wurde er schon mal am Steuer „geblitzt“, wie Karl Oeltjen selbst zugibt, dafür ist der Wüstinger seit mittlerweile 71 Jahren unfallfrei auf den Straßen der Republik unterwegs. Seine Fahrtüchtigkeit überprüft der 91-Jährige, der als begeisterter Pferdesportanhänger seine Tiere auch des Öfteren zu Turnieren chauffiert, regelmäßig und hält sich mit Hilfe von Fortbildungen fit. Auch am von NWZ , ADAC und Deutschem Verkehrssicherheitsrat angebotenen Seminar „Ältere aktive Kraftfahrer“ in Hude nahm der rüstige Senior teil und konnte Dozent Gerhard Kreie und Bürgermeister Axel Jahnz so manche Anekdote verraten.
Die Senioren des SV Altona hatten ihren großen Tag. 21 Schützen der Jahrgänge 1921 bis 1941 waren dabei. Vom Ältesten, Heinz Jacob bis zum Jüngsten Arthur Sandmann hatten alle einen sehr unterhaltsamen Nachmittag und Abend. Ein Besuch im Kolonialwarenmuseum Meyer in Brettorf eröffnete den Seniorentag. Nach dem Schießen um den Wanderpokal der Senioren wurde nach einem leckeren Essen, Bier und Korn viel Klönschnack gehalten. Die Senioren hatten auch wieder die Spendierhosen an: Die Jugend des SV Altona kann mit einem neuen Luftgewehr unterstützt werden. Sieger des Pokalschießens wurde mit 49 Ringen bei fünf Schuss mit dem Kleinkaliber aufgelegt Hinrich Flege. Die Senioren
des Vereins treffen sich regelmäßig. Alle 14 Tage kommen sie donnerstags zu einem kleinen Übungsabend im Schießstand zusammen.
Dreißig Jahre und noch nicht unter der Haube. Die „Höchststrafe“ gab es unlängst für Lars-Christian Menke. Fegen des Marktplatzes war angesagt. Stilecht im alten Tanklöschfahrzeug, Baujahr 1962, der Feuerwehr Wildeshausen wurde Menke im Supermannkostüm zum Platz vor dem historischen Rathaus chauffiert, wo schon zahlreiche Freunde, Kollegen und Mitglieder der Feuerwehr Wildeshausen warteten. Das große „S“ auf dem Kostüm stand eher für den Spitznamen „Slowly“, den sich Menke bei der Feuerwehr eingefangen hat, deren Mitglied er seit 1994 ist. Nachdem Zentner von Kronkorken zusammengefegt waren, erlöste eine junge Damen das Geburtstagskind mit einem jungfräulichen Kuss. Im Anschluss wurde der 30-Jährige auf Gut Altona ausgiebig gefeiert.
Nach 22 Jahren reif für die Insel: Hans-Jürgen Voß (50) und Ehefrau Grit Bente sagen Wildeshausen adieu und lassen sich auf der Nordseeinsel Langeoog nieder. Voß kam am 7. Mai 1984 aus Wilhelmshaven, wo er seine Ausbildung zum Krankengymnasten absolviert hatte, in die Kreisstadt und stieg in die Praxis von Katharina Sommer ein, die seit 1992 am Mühlendamm ansässig ist. Seit 1999 ist Voß alleiniger Chef. Der Krankengymnast stammt übrigens von Langeoog und wird auf der Insel ins Tourismusgeschäft einsteigen. Zusammen mit Sohn Jakob (8), der in die Schule muss, wird Voß bereits an diesem Sonntag in die neue alte Heimat aufbrechen. Der eigentliche Umzug der Familie, zu der auch noch Tochter Magdalena
(3) gehört, erfolgt Mitte Dezember.
Gemischte Gefühle
gestand Harald Meyer schon ein, als er am Donnerstag nach 30 Jahren letztmals als Ratsmitglied an einer Sitzung des Dötlinger Gemeinderates teilnahm. „Wer nehmen will, muss auch geben“, kommentierte er sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitilk. Das mit dem Geben nahm er sogar wörtlich und schmiss eine Lokalrunde.
