Ahlhorn - Sie seien mehr als nur der Jahrgang, der seine Oberstufenzeit mitten in einer Pandemie bestreiten musste – das war Thalea Hollje und Terje Zirks in ihrer Abschlussrede wichtig. Am Freitag verabschiedete das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn die 52 Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs.
Bestärkt wurden die beiden Abschlussredner vom FDP-Kreistagsabgeordneten Niels-Christian Heins aus Hatten, der ebenfalls einige Worte an die Schülerinnen und Schüler richtete. „Lassen Sie sich nicht sagen, dass alles schrecklich war“, betonte er. „Das ist Quatsch.“ Die vergangenen eineinhalb Jahre seien zwar herausfordernd gewesen. „Aber Sie sind an dieser Situation auch gewachsen.“
Lange gemeinsame Zeit
Verabschiedet wurden: Eric-Leon Adams, Amelie Ahrens, Christoph Andräß, Leonie Bahlmann, Nick Bardun, Silas Beewen, Maja Beneke, Ivy Brake, Janine Döring, Neele Drechsel, Mareike Glunde, Mathis Groenhagen, Nils Hesselmann, Maximilian Hoffmann, Thalea Hollje, Henrik Linus Jordan, Paul Kirstein, Linus Köppen, Kristina Kokotkin, Pia Konietzko, Silas Linnemann, Jana Löschen, Jim Lorke, Maylin Lueken, Madita Meidl, Lena Meyer, Luca Müller, Allegra Nagel, Quyen Thuc Nguyen, Luca Nienaber, Selina Oetjen, Alissia Oetjen, Jannes Oltmann, Anneke Oltmann, Lennart Pakebusch, Violetta Pflaum, Laurin Piterek, Paul Plez, Luca Connor Rüdebusch, Moritz Sandstede, Michelle Schaibel, Jannik Schallenberg, Maja Schilberg, Mareke Schmidt, Philine Thormählen, Hieu Trung Tran, Manuela Vogt, Krischan von Reeken, Annika Wagner, Jan Wiechmann, Phil Wohler, Terje Zirks
Von 52 Schülerinnen und Schülern erreichten alle die Fachhochschulreife, 47 die Hochschulreife – elf von ihnen mit einer 1 vorm Komma. Als beste Absolventinnen und Absolventen wurden Thalea Hollje (1,0), Luca Rüdebusch (1,1 und Jan Wiechmann (1,2) ausgezeichnet.
In ihrer Rede stellten Hollje und Zirks fest, dass sie und ihre Mitschüler trotz allem besser auf die Prüfungen vorbereitet waren, als zunächst angenommen. „Schuld daran sind die Lehrer“, scherzte Zirks. Sie dankten nicht nur ihren Mitschülern für die gemeinsam verbrachte Zeit, sondern auch den Lehrern.
Der kommissarische Schulleiter Jürgen Steffens nutzte die Abiturfeier, um auf die vergangenen Jahre mit dem scheidenden Jahrgang zurückzublicken. „Die allermeisten haben uns schon seit der fünften Klasse begleitet, das ist eine ganz schön lange Strecke“, sagte er. Die Lehrerinnen und Lehrer hätten in den vergangenen Jahren oft eine Doppelrolle erfüllt – „mal als Ratgeber, mal als Treiber, oder als jemand, der Beurteilungen abgeben musste.“
Steffens dankte den Schülerinnen und Schülern für das Vertrauen, dass sie der Schule in den vergangenen eineinhalb Jahren entgegen gebracht hätten – in einer Zeit, in der vieles nicht mehr so funktioniert hat wie in den Jahren davor. „Dieses Vertrauen hat es möglich gemacht, dass euer Jahrgang uns mit sehr guten Ergebnissen verlässt“, sagte er.
„Genug von allem“
Er warf auch einen Blick auf die Zukunft des Jahrgangs: Für eine Lehre oder ein Studium würden einige von ihnen die Region verlassen, manche später zurückkehren. „Und ihr werdet in dieser unübersichtlichen Zeit die wichtigsten Entscheidungen eures Lebens treffen.“
Mit den Worten „Ich wünsche euch genug“ verabschiedete sich Geschichtslehrerin Katharina Peters von den Absolventinnen und Absolventen. „Genug von allem“, erklärte sie. „Genug Mut und Stärke, neue Wege zu beschreiten“, genug Erfolge, Durchhaltevermögen und Gelassenheit, aber auch Fehler. „Denn Fehler und Sackgassen gehören im Leben dazu.“
